Zu gut für die Bundesliga? England-Legende kritisiert Kane für Bayern-Wechsel

Foto: Getty Images

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Harry Kane hat mit seinem Wechsel zum FC Bayern sportlich nahezu alles richtig gemacht. Dennoch gibt es auch drei Jahre später noch kritische Stimmen. Ex-England-Star Michael Owen kann die Entscheidung des Torjägers bis heute nicht nachvollziehen.

Als Harry Kane im Sommer 2023 Tottenham Hotspur verließ und zum FC Bayern wechselte, sorgte dieser Schritt international für große Schlagzeilen. Nach vielen Jahren in der Premier League wagte der Engländer erstmals den Sprung ins Ausland – und wurde dafür zunächst durchaus kritisch beäugt.


Rückblickend hat sich der Wechsel sportlich jedoch ausgezahlt.

Kane gewann mit dem FC Bayern inzwischen mehrere nationale Titel, entwickelte sich zum unumstrittenen Führungsspieler und zählt weiterhin zu den besten Stürmern der Welt. Lediglich der Triumph in der Champions League fehlt dem 32-Jährigen bislang noch.

Nicht alle teilen jedoch die Einschätzung, dass der Wechsel nach München die richtige Entscheidung war.

Owen kann Bayern-Wechsel nicht nachvollziehen

Im Gespräch mit der Daily Mail äußerte sich Michael Owen kritisch zur Karriereentscheidung seines Landsmanns. „Mein einziger Vorwurf an Harry ist der Wechsel zu Bayern München. Ich habe es damals gesagt und habe meine Meinung nicht geändert“, erklärte der frühere Liverpool- und England-Stürmer.

Dabei stellte Owen ausdrücklich klar, dass sich seine Kritik nicht auf Kanes sportliche Qualität bezieht. „Ich verstehe die Vorteile, und England wird das hoffentlich in den nächsten Wochen sehen. Sein Rundumspiel ist so reif, die Art, wie er ins Mittelfeld kommt und Angriffe startet, genauso wie er sie beendet.“

Für Owen liegt das Problem vielmehr in der Liga selbst. „Aber in Bezug auf seine Karriere ist er besser als die Bundesliga“, sagte der ehemalige Ballon-d’Or-Gewinner.

Der 45-Jährige begründete seine Einschätzung mit den Kräfteverhältnissen im deutschen Fußball.

„Ich habe die Liga jetzt wegen Harry mehr angeschaut, und abgesehen von Bayern ist sie sehr durchschnittlich. Woche für Woche spielt er für ein Team, das den Ballbesitz dominiert, das Territorium dominiert und Chance um Chance schafft. Natürlich erzielt er Tore.“

Premier-League-Rekord als verpasste Chance

Harry Kane
Foto: IMAGO

Aus Owens Sicht hätte Kane seine Karriere lieber in England fortsetzen sollen.

Vor allem den Rekord als bester Torschütze der Premier-League-Geschichte hält der ehemalige Nationalspieler für deutlich bedeutender als den Wechsel ins Ausland. „Ich denke immer noch, dass es die größere Leistung gewesen wäre, der erfolgreichste Torschütze aller Zeiten in der Premier League zu werden. Das hätte er verdient.“

Nach Ablauf seines Vertrags bei Tottenham hätte Kane laut Owen zudem die freie Auswahl unter den europäischen Spitzenklubs gehabt.

„Er hätte auch die freie Auswahl an Klubs gehabt, sobald sein Tottenham-Vertrag ausgelaufen wäre.“

Der Stürmer selbst dürfte seine Entscheidung dennoch kaum bereuen.

In München fühlt sich Kane seit seinem Wechsel ausgesprochen wohl und hat mehrfach betont, dass er beim FC Bayern genau die sportlichen Voraussetzungen gefunden hat, die er gesucht hatte.

Mit zahlreichen Toren, mehreren Titeln und der Aussicht, weiterhin um die Champions League und den Ballon d’Or zu spielen, spricht bislang vieles dafür, dass sich der Schritt nach Deutschland für den englischen Nationalmannschaftskapitän ausgezahlt hat.

Die Kritik von Michael Owen dürfte daran wenig ändern.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
THEMEN
Teile diesen Artikel