Leon Goretzka ist kein Spieler des FC Bayern mehr, mittlerweile vereinslos und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Der Mittelfeldspieler absolvierte mit der DFB-Elf die WM 2026, spielte aber nur eine untergeordnete Rolle. Kritik gibt es trotzdem.
Denn Goretzka fiel vor allem mit einer Szene rund um das letzte Spiel auf. Beim Ausscheiden gegen Paraguay im Elfmeterschießen wurde er von Joshua Kimmich, dem Kapitän, gefragt, ob er einen Elfmeter schießen wolle. Wohlgemerkt nachdem die ersten fünf Schützen schon ausgeführt hatten.
Goretzka war aber alles andere als überzeugt, dass er schießen soll und meldete sich nicht, seine Gestik deutete eher darauf hin, dass er im Idealfall gar nicht schießen muss. Musste er auch nicht, denn Jonathan Tah trat an und verschoss. Deutschland war ausgeschieden.
Effenberg-Kritik an Goretzka
Stefan Effenberg, ehemals selbst Nationalspieler, hat nun im Doppelpass bei Sport1 Kritik an Goretzka geübt. “Ich erwarte schon, wenn der Kapitän im Elfmeterschießen einen Schützen sucht und nicht mehr viele übrig sind, dass du in dem Alter aufstehst und Verantwortung übernimmst”, so Effenberg deutlich.

“Damit habe ich schon ein Problem”, sprach Effenberg mit Blick auf Goretzkas Verhalten Klartext. Medienberichten zufolge soll sich Goretzka während des Turniers intern auch von der Mannschaft abgeschottet haben, als klar war, dass er doch nicht zum erweiterten Kreis der Stammspieler zählt. Bestätigt ist das allerdings nicht.
Effenberg ist erstaunt über das Verhalten des Mittelfeldspielers. “Er war bei Bayern in der zweiten Reihe, hat sich nie beschwert, hat sich zurückgekämpft, auch in die Nationalmannschaft, charakterlich top”, so der Ex-Profi des Rekordmeisters. Die letzten Eindrücke aus der Nationalelf sind aber nun nicht ideal. Ob das Auswirkungen auf die Vereinssuche von Goretzka hat, das darf allerdings bezweifelt werden.

