Der FC Bayern will in diesem Sommer noch den ein oder anderen Spieler abgeben, um am Ende Einnahmen zu generieren. Einer dieser Spieler ist Min-jae Kim, der südkoreanische Innenverteidiger in Diensten des Rekordmeisters.
Er wechselte im Sommer 2023 von der SSC Neapel zum FC Bayern, damals noch trainiert von Thomas Tuchel. Nach einer Saison, in der er für viele Experten der beste Abwehrspieler der Serie A war, sollte er bei Bayern eine Führungsrolle übernehmen.
Doch obwohl er einige gute Auftritte hatte sprang der Funke nie komplett über. Kims Spiel war phasenweise zu fehlerbehaftet, er konnte die ganz große Konstanz, die er in Italien zeigte, nicht nach München mitnehmen.
Auch bedingt dadurch, dass er teilweise über die eigenen körperlichen Grenzen gehen musste, in der Anfangszeit für Klub und Nationalelf extrem viele Spiele ohne Pause absolvierte.
Kim-Fazit fällt durchwachsen aus
Interessant bei der Gesamtbewertung Kims ist aber, dass er selbst als Ergänzungsspieler, der immer wieder reinrotiert, seine kleinen Fehlerchen nicht komplett abstellen konnte. Für einen reinen Backup mag das in Ordnung sein, er wurde damals aber für gut 50 Millionen Euro verpflichtet und kassiert ein Gehalt deutlich jenseits der zehn Millionen Euro pro Jahr.

Gemessen an diesen Zahlen könnte man mehr erwarten. Kim war bis dato kein absoluter Flop-Transfer, aber er zählt zu einer Reihe an Innenverteidigertransfers beim FC Bayern, die allesamt mit einem “aber” versehen sind. So wie Matthijs de Ligt zum Beispiel.
Da liegt es nahe, dass man sich in München mit einem Abgang des Abwehrspielers beschäftigt. Ihn aber um jeden Preis abzugeben, das ist auch nicht im Sinne des Rekordmeisters. Die Umstände müssen stimmen, sonst wird ein Transfer nicht zustande kommen. Auch deswegen nicht, weil der Spieler gar keinen Wechsel forciert.
Wann Bayern über einen Kim-Transfer nachdenken muss
Hinzu kommt, dass es momentan auch einfach nicht viele Gerüchte gibt. Juventus hat lose angeklopft, weil Luciano Spalletti, der Trainer der Bianconeri, Kim noch aus gemeinsamen Neapel-Zeiten kennt.
Da Juventus aber die Champions League verpasst hat ist die Alte Dame alles andere als gesegnet, was die finanziellen Voraussetzungen angeht. Und unter Wert verkaufen sollte der FC Bayern seine Spieler nicht.
Die Bayern haben bei Kim keinen Verkaufsdruck, deswegen sollte man sich nur bei einem guten Angebot mit einem Abgang beschäftigen. Ein Leihmodell mit vielen Klauseln oder eine Gesamtsumme von 20-25 Millionen Euro gehören nicht in diese Kategorie.
Bei 30 Millionen Euro und mehr müsste Bayern aber hellhörig werden, insbesondere aufgrund des zu addierenden Gehalts, das gespart wird. Das alleine reicht aber noch nicht. Im Gegensatz zu Spielern wie Joao Palhinha, Bryan Zaragoza oder Sacha Boey müsste Kim auch noch ersetzt werden.
Heißt: Nur dann, wenn neben einem guten Angebot für den Südkoreaner auch noch ein Spieler auf dem Markt wäre, der erschwinglich und dessen Transfer realistisch wäre, sollte Bayern einem Transfer von Kim zustimmen.
Ein solcher Spieler müsste dann allerdings auch zur hohen Kette von Vincent Kompany passen. Die riskante Art des Verteidigers passt nicht zu jedem Spieler, Defizite vor allem im Antritt können hier sprichwörtlich tödlich sein. Es gibt also viel zu beachten, wenn man über einen Abgang des 29-Jährigen nachdenkt.

