Harry Kane musste nach dem bitteren 1:2 im WM-Halbfinale gegen Argentinien nicht nur das Aus bei der Weltmeisterschaft verkraften. Auch Fragen zu seiner Zukunft in der englischen Nationalmannschaft standen unmittelbar nach dem Spiel im Mittelpunkt.
Der Stürmer des FC Bayern wollte sich unmittelbar nach der Niederlage nicht auf eine weitere WM-Teilnahme in vier Jahren festlegen. Stattdessen machte der 32-Jährige deutlich, dass er seine Karriere Schritt für Schritt planen möchte.
„Um das zu sagen, ist es noch zu früh. Ich schaue von Jahr zu Jahr. Wie ich mich fühle. Ich liebe es, für England zu spielen. Aber klar, vier Jahre sind lang. Trotzdem sieht man ja, wie Messi auch in höherem Alter noch performt. Ich weiß es nicht“, erklärte Kane nach dem Spiel.
Kane will WM-Aus zunächst verarbeiten

Der Bayern-Torjäger machte kein Hehl daraus, wie sehr ihn das Ausscheiden gegen den Titelverteidiger schmerzt. England hatte bis kurz vor Schluss geführt, ehe Argentinien die Partie noch drehte und mit einem 2:1-Erfolg ins WM-Finale einzog.
„Ich werde jetzt erst mal dieses Aus verarbeiten müssen. Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht“, so Kane.
Ob der Angreifer bei der Weltmeisterschaft 2030 noch einmal für die Three Lions auflaufen wird, ließ er damit bewusst offen. Bis dahin wäre Kane 36 Jahre alt. Mit dem Verweis auf Lionel Messi machte er jedoch deutlich, dass Spitzenleistungen auch in höherem Fußballeralter möglich sind.
Am kommenden Samstag trifft Kane im Spiel um Platz 3 auf Frankreich. In Miami kommt es damit zum Aufeinandertreffen mit seinen beiden Vereinskollegen Michael Olise und Dayot Upamecano.
Nach der WM richtet sich der Fokus für Kane auf die neue Saison beim FC Bayern. In München wird der Engländer nach seinem verlängerten WM-Einsatz erst verspätet in die Vorbereitung unter Vincent Kompany einsteigen.

