Der FC Bayern treibt den Umbau des Sportparks Unterhaching zur neuen Heimat seiner Frauen-Mannschaften mit Hochdruck voran. Doch auf der Baustelle gab es mehr Überraschungen als erwartet – und das hat Auswirkungen auf die Kosten.
Der Sportpark Unterhaching soll künftig das neue Zentrum des Frauenfußballs beim FC Bayern werden. Bereits in der kommenden Saison werden die Bayern-Frauen dort ihre Heimspiele in der Champions League austragen. Parallel entsteht auf dem Gelände bis 2029 ein modernes Leistungszentrum.
Wie die BILD berichtet, laufen die Bauarbeiten derzeit auf Hochtouren. Die Zeit drängt, denn bereits am 5. August steht die UEFA-Abnahme an. Klar ist aber auch: Der Umbau gestaltet sich deutlich aufwendiger als ursprünglich angenommen.
Bayern stößt auf unerwartete Herausforderungen
Im Dezember 2025 hatte der FC Bayern den Sportpark Unterhaching für rund 7,5 Millionen Euro übernommen. Seit dem 1. Januar 2026 gehört die Anlage offiziell der Allianz Arena Stadion GmbH und damit indirekt dem deutschen Rekordmeister.
Seit Beginn der Arbeiten wurden zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen angestoßen. So werden neue Trainerbänke installiert und versetzt, um die von der UEFA geforderten Spielfeldmaße von 105 mal 68 Metern zu ermöglichen. Zudem erhält das Stadion eine moderne LED-Flutlichtanlage, während nahezu alle Tribünen modernisiert oder statisch ertüchtigt werden.
Auch das bisherige VIP-Gebäude wird vollständig saniert und soll künftig nicht nur an Spieltagen, sondern auch für Veranstaltungen genutzt werden. Mittelfristig sind darüber hinaus neue Trainingsplätze sowie ein hochmodernes Leistungszentrum für den Frauenfußball geplant.
Kosten steigen stärker als erwartet
Mit dem Baufortschritt kamen jedoch immer neue Herausforderungen ans Licht. Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth räumte gegenüber der BILD ein, dass die Verantwortlichen vom tatsächlichen Zustand der Anlage teilweise überrascht wurden.
„Die ersten drei Monate waren insofern spannend, weil jeden Tag was Neues kam. Man war vor Überraschungen überhaupt nicht gefeit. Und ja, es war im Nachhinein mehr, als wir erwarten durften“, erklärte Muth.
Konkrete Zahlen zu den Mehrkosten wollte der Geschäftsführer zwar nicht nennen. Er betonte jedoch, dass sich der Verein weiterhin innerhalb der vorgesehenen Budgets bewege und das Ziel unverändert sei, ein konkurrenzfähiges Stadion auf Top-Niveau zu schaffen.
Auch Frauenfußball-Direktorin Bianca Rech blickt optimistisch auf das Projekt. Das geplante Leistungszentrum soll langfristig das „Schmuckstück“ des gesamten Areals werden. Perspektivisch könnte der Sportpark Unterhaching sogar als Teamquartier für die Frauen-Europameisterschaft 2029 dienen.
Bis dahin gilt der Fokus jedoch zunächst der rechtzeitigen Fertigstellung. Bereits am 9. August sollen die Bayern-Frauen im Sportpark ihr erstes Testspiel gegen den FC Paris bestreiten – ehe dort wenig später auch die ersten Champions-League-Partien ausgetragen werden.

