Die Zukunft von Michael Olise bleibt eines der beherrschenden Themen beim FC Bayern. Während die französische Sportzeitung L’Équipe von einem klaren Wechselwunsch des Offensivstars in Richtung Real Madrid berichtet, verweisen Insider auf die Gespräche nach der Weltmeisterschaft.
Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Michael Olise zu Real Madrid haben in den vergangenen Tagen deutlich an Fahrt aufgenommen.
Nach Informationen der L’Équipe soll der französische Nationalspieler den Wunsch haben, seine Karriere bei den Königlichen fortzusetzen. Dem Bericht zufolge habe Olise diesen Wunsch auch innerhalb der französischen Nationalmannschaft offen angesprochen und sich bei Kylian Mbappé, Aurélien Tchouaméni und Ibrahima Konaté über Real Madrid informiert.
An der Säbener Straße wartet man derweil auf die Rückkehr des 24-Jährigen. Nach seinem Halbfinaleinzug mit Frankreich erhält Olise zunächst Sonderurlaub, ehe in München die entscheidenden Gespräche über seine Zukunft anstehen.
Bayern wurde bislang nicht informiert
Transfer-Experte Fabrizio Romano betont, dass der FC Bayern trotz der Berichte aus Frankreich bislang keine gegenteiligen Signale vom Spieler erhalten habe.
„Der FC Bayern wurde noch nicht informiert. Nach der Weltmeisterschaft wird es Treffen und Gespräche geben. Die Haltung des FC Bayern wird lauten: Wir möchten dich nicht verkaufen, sondern dir einen neuen Vertrag und ein sehr hohes Gehalt anbieten“, erklärte Romano.
Demnach wollen die Verantwortlichen den Franzosen nach seiner Rückkehr unbedingt von einem langfristigen Verbleib überzeugen. Die Bayern betrachten Olise weiterhin als unverkäuflich und würden ihm stattdessen einen neuen Vertrag zu verbesserten Konditionen anbieten.
Olise-Haltung entscheidet alles

Auch AZ-Reporter Maximilian Koch sieht die Entscheidung zunächst beim Spieler. Nach seiner Einschätzung wird sich erst nach den persönlichen Gesprächen zeigen, wie konkret die Wechselgerüchte tatsächlich sind.
„Es wird spannend zu sehen, was Olise dem FC Bayern sagt. Bislang ist der Klub entspannt, er hat alle Zügel in der Hand. Will der Spieler wirklich gehen, wird neu überlegt“, so Koch.
Die Münchner befinden sich dabei in einer komfortablen Verhandlungsposition. Olises Vertrag läuft noch bis 2029 und enthält keine Ausstiegsklausel. Ein Verkauf käme daher nur bei einem außergewöhnlichen Angebot infrage.
Selbst Koch räumt allerdings ein, dass es bei einer XXL-Ablösesumme zumindest Diskussionsbedarf geben könnte: „Bei 170 bis 200 Millionen Euro Ablöse, wenn es so kommen sollte, musst du überlegen.“
Fest steht: Die Berichte der L’Équipe dürften die Nervosität rund um die Personalie weiter erhöhen. Klarheit wird es voraussichtlich erst geben, wenn Olise nach seinem Urlaub an die Säbener Straße zurückkehrt und das Gespräch mit den Bayern-Verantwortlichen sucht.

