Darum erleichtert das Bayern-Transferkomitee Eberl den Job

Sebastian Mittag
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Der FC Bayern hat seine Entscheidungsstrukturen auf dem Transfermarkt neu organisiert. Sportvorstand Max Eberl soll davon gleich mehrfach profitieren – und auch Vincent Kompany spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Beim FC Bayern werden wichtige Personalentscheidungen inzwischen auf mehrere Schultern verteilt. Wie bereits zuletzt bekannt wurde, hat sich beim Rekordmeister ein festes Transferkomitee etabliert, das über Zu- und Abgänge berät und die Weichen für die Kaderplanung stellt.


Nach Einschätzung von BILD-Fußballchef Christian Falk verschafft diese Struktur vor allem Sportvorstand Max Eberl Vorteile. „Seit Max Eberl zum Verein gekommen ist, wollte der FC Bayern einen Transferausschuss unter dem Aufsichtsrat einrichten. Nun ist es soweit. Der Aufsichtsrat stellt fest, dass Eberl ihn stärker einbezieht, und es besteht ein ernsthaftes Bekenntnis zur Transparenz“, erklärte er.

Der 51-Jährige habe erkannt, dass sich Transfers deutlich einfacher umsetzen lassen, wenn die wichtigsten Entscheidungsträger frühzeitig eingebunden werden.

Kompany spielt bei Transfers eine Schlüsselrolle

Vor allem die enge Abstimmung mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zahlt sich laut Falk aus: „Max Eberl selbst hat, glaube ich, erkannt, dass es einfacher ist, einen Transfer zu tätigen, wenn er seine Kollegen in der Bayern-Führung – in diesem Fall Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß – in die Gespräche einbezieht, bevor er sich für einen Transfer entscheidet.“

Ein weiterer entscheidender Faktor sei das große Vertrauen, das die Klubführung in Vincent Kompany setzt. Der Bayern-Coach habe bei den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari persönlich Überzeugungsarbeit geleistet und damit maßgeblich zum Gelingen der Transfers beigetragen.

„Er hat jetzt einen sehr großen Vorteil. Sie vertrauen wirklich auf Vincent Kompany, was bedeutet: Wenn der belgische Cheftrainer einen Spieler haben will – wie es bei Nathaniel Brown und Saibari der Fall war –, kann das helfen, Transfers durchzusetzen. So war es bei Kompany, der beide Spieler schon recht früh angerufen hat. Letztendlich macht es das für Max Eberl einfacher, die Transfers zu realisieren“, so Falk.

Uli Hoeneß JHV
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Nach Angaben der Münchner Abendzeitung gehören dem Transferkomitee neben Eberl auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, Präsident Herbert Hainer sowie die Aufsichtsräte Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge an. Erst wenn innerhalb dieses Gremiums Einigkeit besteht, wird der gesamte Aufsichtsrat einbezogen.

Falk sieht darin auch einen persönlichen Vorteil für Eberl: „Eberl war hinsichtlich der Kosten beider Transfers transparent, aber wenn man den Aufsichtsrat auf seiner Seite hat, kann man die Transfers unter Dach und Fach bringen. Vielleicht wird es für Max Eberl nun einfacher sein, einen neuen Vertrag für die Zukunft zu erhalten.“

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