Drei Neue, zahlreiche Abgänge: Das ist Bayerns Transfer-Bilanz

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Der Transfer-Sommer 2026 ist für den FC Bayern abgeschlossen. Die Münchner haben ihren Kader auf einigen Positionen verändert, dabei aber vor allem auf gezielte Verstärkungen gesetzt. Drei feste Neuzugänge stehen einer langen Liste an Abgängen gegenüber.

Insgesamt investierte der deutsche Rekordmeister 103,5 Millionen Euro in neue Spieler. Dem stehen Transfereinnahmen in Höhe von 64,55 Millionen Euro gegenüber. Unter dem Strich ergibt sich damit ein Transferminus von 38,95 Millionen Euro.


Den größten Anteil an den Ausgaben haben Ismael Saibari und Nathaniel Brown. Beide kosteten jeweils 50 Millionen Euro. Hinzu kommt Bara Sapoko Ndiaye, für dessen feste Verpflichtung 3,5 Millionen Euro fällig wurden.

Brown und Saibari sind Bayerns Königstransfers

Mit Brown und Saibari konzentrierte sich der FC Bayern auf zwei Spieler, die Vincent Kompany deutlich mehr Flexibilität ermöglichen sollen. Beide können auf mehreren Positionen eingesetzt werden und haben bereits zu Beginn der neuen Saison angedeutet, dass sie dem Rekordmeister unmittelbar weiterhelfen können.

Interessant ist, dass Bayern auf einen weiteren großen Transfer verzichtete. Berichten zufolge hätte Kompany neben Brown und Saibari gerne noch einen dritten namhaften Neuzugang verpflichtet. Nach Gesprächen mit der Vereinsführung verständigte man sich jedoch darauf, stärker auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und Talente in den Profikader zu integrieren.

Auch die feste Verpflichtung von Ndiaye für 3,5 Millionen Euro passt zu diesem Ansatz. Der junge Mittelfeldspieler soll perspektivisch an die erste Mannschaft herangeführt werden.

Auf der anderen Seite haben die Münchner ihren Kader deutlich ausgedünnt. Allein durch die Verkäufe von João Palhinha, Noël Aséko, Daniel Peretz, Alexander Nübel, Jonah Kusi-Asare, Jonathan Asp Jensen, Wisdom Mike, Ljubo Puljic, Maurice Krattenmacher und Lovro Zvonarek nahm Bayern 63,55 Millionen Euro ein.

Hinzu kommen 500.000 Euro Leihgebühr für Arijon Ibrahimovic und weitere 500.000 Euro für Armindo Sieb. Damit belaufen sich die Einnahmen auf insgesamt 64,55 Millionen Euro.

Zahlreiche Spieler verlassen die Bayern

Joao Palhinha
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Besonders auffällig ist, dass die Münchner nicht nur Einnahmen generiert, sondern auch zahlreiche Spieler von der Gehaltsliste bekommen haben. Leon Goretzka verließ den Verein nach Ablauf seines Vertrags ablösefrei in Richtung Aston Villa. Auch Raphaël Guerreiro ist nach seinem Vertragsende nicht mehr beim Rekordmeister.

Nicolas Jackson kehrte nach Ablauf seiner Leihe zu seinem Stammverein zurück. Bryan Zaragoza wurde an Espanyol Barcelona verliehen, Felipe Chávez zog es leihweise zum 1. FC Magdeburg.

Der größte Verkauf des Sommers war Palhinha. Für den Portugiesen kassierte Bayern bei seinem Wechsel zu Benfica 14 Millionen Euro. Aséko brachte zwölf Millionen Euro ein, Peretz acht Millionen. Für Nübel flossen 6,25 Millionen Euro, Kusi-Asare und Asp Jensen brachten jeweils sechs Millionen.

Rein finanziell steht damit ein überschaubares Transferminus von 38,95 Millionen Euro. Gleichzeitig hat Bayern seinen Kader deutlich verschlankt und mit Brown und Saibari zwei hochkarätige Verstärkungen verpflichtet.

Ein Thema ist allerdings noch offen: Sacha Boey. Die Münchner würden den Franzosen weiterhin gerne abgeben. Da die Transferfenster in den meisten europäischen Top-Ligen bereits geschlossen sind, bleiben dafür jedoch nur noch wenige Möglichkeiten. Sollte auch ein Last-Minute-Abgang scheitern, wäre Bayerns Kaderplanung für die Saison 2026/27 endgültig abgeschlossen.

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