Trotz starker Saison: Kane gehört nicht zu den Ballon-d’Or-Favoriten?

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Harry Kane zählt nach wie vor zu den Kandidaten für den Ballon d’Or 2026. Nach Ansicht von Ex-Weltmeister Emmanuel Petit hat der Stürmer des FC Bayern durch die Weltmeisterschaft jedoch deutlich an Boden verloren. Der Franzose sieht andere Stars inzwischen vor dem Engländer.

Die Diskussion um den Ballon d’Or ist nach der Weltmeisterschaft offener denn je. Keiner der Top-Favoriten konnte das Turnier dominieren. Während Frankreich den Titel verpasste, blieben auch Ousmane Dembélé, Kylian Mbappé oder Michael Olise hinter den hohen Erwartungen zurück. Auch Harry Kane konnte mit England den ganz großen Wurf nicht landen.


Für Emmanuel Petit hat sich dadurch dennoch die Ausgangslage verändert – allerdings nicht zugunsten des Bayern-Stürmers.

Petit sieht Kane im Nachteil

Im Gespräch mit SPORT1 erklärte der Weltmeister von 1998: „Nach dieser Weltmeisterschaft sind Harry Kanes Chancen auf den Ballon d’Or geringer geworden. Wenn man sich ausschließlich auf die Bundesliga stützt, wäre er sicherlich ein Ballon-d’Or-Kandidat, aber in der Champions League und mit seiner Nationalmannschaft, wenn es wirklich eng wurde, war er meistens abgetaucht.“

Vor allem in den entscheidenden Spielen habe Kane nach Ansicht des Franzosen nicht sein höchstes Niveau erreicht. Petit verwies dabei sowohl auf das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain als auch auf den weiteren Turnierverlauf bei der WM.

„Da war mehr drin. Das ist nach einer solch hervorragenden Saison schon schade. Genauso bei der WM: Er hatte sehr stark begonnen und ab dem Viertelfinale vermittelte er den Eindruck, ihm fehle sowohl die nötige Kraft als auch das nötige Glück“, so der ehemalige Nationalspieler.

Harry Kane
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Rennen bleibt völlig offen

Trotz seiner Kritik glaubt Petit nicht, dass der Ballon d’Or bereits entschieden ist. Vielmehr erwartet er ein enges Rennen bis zur Verkündung des Gewinners.

„Ich denke, es werden einige Namen vor ihm stehen, auch wenn bis zum Schluss das Rennen eng bleiben sollte, nachdem am Ende der WM die Favoriten wie Ousmane Dembélé, Kylian Mbappé und Michael Olise ebenso enttäuscht haben“, erklärte der 54-Jährige.

Tatsächlich gibt es derzeit keinen klaren Favoriten. Kane kann auf eine starke Saison mit dem FC Bayern zurückblicken und gehörte erneut zu den konstantesten Torjägern Europas. Gleichzeitig fehlen vielen seiner Konkurrenten nach der Weltmeisterschaft die entscheidenden Argumente.

Ob die Leistungen des Bayern-Stars am Ende für den prestigeträchtigsten Individualpreis im Weltfußball reichen, dürfte sich daher erst in den kommenden Wochen entscheiden. Sicher scheint lediglich: Der Ausgang des Ballon-d’Or-Rennens ist so offen wie selten zuvor.

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