Die Sommer-Transferperiode ist zur Hälfte absolviert – und der FC Bayern gehört nach Ansicht des kicker zu den bisherigen Gewinnern. Vor allem Sportvorstand Max Eberl wird für seine frühzeitige und zielgerichtete Transferstrategie gelobt. Ein kleiner Makel bleibt allerdings noch.
Während viele Bundesligisten weiterhin auf Verstärkungen warten oder offene Baustellen im Kader schließen müssen, hat der FC Bayern seine wichtigsten Personalentscheidungen bereits frühzeitig getroffen. Mit Ismael Saibari und Nathaniel Brown verpflichteten die Münchner zwei Wunschspieler von Vincent Kompany noch vor dem Pflichtspielstart.
kicker lobt Bayerns Transferstrategie
In seiner Zwischenbilanz bewertet der kicker die Arbeit der Bayern-Verantwortlichen positiv. Anders als in den vergangenen Jahren habe der Rekordmeister diesmal früh gehandelt und dadurch Planungssicherheit geschaffen.
Besonders hervorgehoben werden die Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown. Beide Spieler seien nicht nur hochveranlagt, sondern dank ihrer Vielseitigkeit auf mehreren Positionen einsetzbar. Während Saibari sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm spielen kann, erhöht Brown den Konkurrenzkampf auf der linken Abwehrseite und bietet darüber hinaus weitere Optionen im Mittelfeld sowie auf der rechten Seite.
Mit diesem frühen Handeln startet der FC Bayern nach Einschätzung des Fachmagazins verstärkt und gleichzeitig eingespielt in die neue Saison.
Verkaufskandidaten bleiben die letzte Baustelle

Eine Aufgabe wartet auf Max Eberl allerdings noch. Nach Ansicht des kicker könnte die Transferperiode sogar die Bestnote erhalten, sollte es den Münchnern gelingen, weitere Verkaufskandidaten von der Gehaltsliste zu streichen.
Neben dem bereits abgegebenen Alexander Nübel nennt das Magazin insbesondere João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza als Spieler, deren Abschied die Bilanz zusätzlich verbessern würde. Genau diese drei Profis hatte Eberl zuletzt öffentlich als Verkaufskandidaten benannt und klargestellt, dass sie in den sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen.
Interessant ist zudem die Einschätzung des kicker, wonach ein Verkauf von Leistungsträgern wie Michael Olise oder Luis Díaz nie ernsthaft zur Debatte stand. Statt Einnahmen durch Topstars zu erzielen, setzten die Bayern-Bosse bewusst auf Kontinuität und gezielte Verstärkungen.
Damit fällt das Zwischenzeugnis für Max Eberl und Christoph Freund insgesamt positiv aus. Sollten in den kommenden Wochen noch Lösungen für die verbleibenden Verkaufskandidaten gefunden werden, könnte die Transferperiode aus Sicht des kicker sogar nahezu perfekt verlaufen.

