Die Spekulationen um Michael Olise und einen möglichen Wechsel zu Real Madrid sorgten in den letzten Wochen für reichlich Gesprächsstoff. Während der FC Bayern die Gerüchte stets zurückwies, sieht nun auch Transfer-Experte Constantin Eckner den deutschen Rekordmeister klar am längeren Hebel.
Die Zukunft von Michael Olise beschäftigt den FC Bayern schon seit Monaten. Immer wieder wurde der französische Nationalspieler mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Sportvorstand Max Eberl bezeichnete die anhaltenden Spekulationen zuletzt jedoch als überzogen und stellte klar, dass weder der FC Bayern noch Real Madrid einem Wechsel irgendeine Grundlage gegeben hätten.
Rückendeckung erhält der Rekordmeister jetzt von Transfermarkt-Experte Constantin Eckner. Im Gespräch mit der tz machte der Journalist deutlich, dass die Münchner in einer komfortablen Verhandlungsposition seien.
Bayern hält alle Karten in der Hand
„Bayern München hat ihn bis 2029 unter Vertrag und es gibt keine Ausstiegsklausel. Das bedeutet, dass der Verein im Grunde alle Trümpfe in der Hand hält“, erklärte Eckner.
Zwar gebe es im modernen Fußball immer wieder Beispiele von Spielern, die einen Wechsel aktiv forcierten, doch ein solches Szenario hält der Branchenkenner bei Olise für äußerst unwahrscheinlich. „Natürlich könnte Olise versuchen, einen Wechsel zu erzwingen, wenn er das unbedingt wollte. Aber ich glaube, das würde kein gutes Bild abgeben“, betonte Eckner.
Hinzu kommt, dass Real Madrid selbst die Spekulationen zuletzt mehrfach dementiert hat. Stattdessen stehen die Königlichen unmittelbar vor einer Verpflichtung von RB-Shootingstar Yan Diomande. Ein Wechsel in dieser Wechselperiode ist damit endgültig vom Tisch.
Bayern möchte mit Olise eine neue Ära prägen

Auch langfristig sieht der Experte keinen akuten Handlungsbedarf. Ernsthafte Wechselgerüchte erwartet er frühestens in den letzten Vertragsjahren des Offensivspielers. „Natürlich weiß man im Fußball nie, was passiert. Aber Stand heute steht Olise bis 2029 bei Bayern unter Vertrag“, erklärte Eckner. Sollten die Münchner den Vertrag bis dahin nicht verlängern, könnten frühestens 2027 oder 2028 ernsthafte Diskussionen über einen Abschied entstehen.
Beim FC Bayern genießt Olise intern ohnehin einen enorm hohen Stellenwert. Der Franzose entwickelte sich in seiner ersten Saison direkt zu einem der wichtigsten Leistungsträger und bildete gemeinsam mit Harry Kane das Herzstück der Offensive. Mit seiner Kreativität, Torgefahr und Vielseitigkeit gehört der 24-Jährige bereits jetzt zu den prägenden Gesichtern des Teams.
Genau deshalb verfolgen die Verantwortlichen eine klare Strategie. Der Rekordmeister möchte Olise langfristig an den Verein binden und ihn zu einer der neuen Identifikationsfiguren entwickeln – ähnlich wie einst Franck Ribéry und Arjen Robben über viele Jahre das Gesicht der Bayern-Offensive waren.
Aus Sicht der Münchner gibt es deshalb derzeit keinerlei Anlass, über einen Verkauf nachzudenken. Vielmehr soll Olise gemeinsam mit Luis Díaz und Harry Kane auch in den kommenden Jahren das Fundament einer erfolgreichen Bayern-Mannschaft bilden.

