Mit Bara Sapoko Ndiaye hat der FC Bayern seine Planungen für das zentrale Mittelfeld eigentlich abgeschlossen. Dennoch taucht nun ein überraschender Name an der Säbener Straße auf. Die Münchner sollen sich mit Roméo Lavia vom FC Chelsea beschäftigen. Ein Transfer des Belgiers erscheint unter den aktuellen Voraussetzungen allerdings kaum realistisch.
Nach dem Abschied von Leon Goretzka haben sich die Bayern bewusst gegen die Verpflichtung eines erfahrenen Nachfolgers entschieden. Stattdessen wurde Bara Sapoko Ndiaye nach seiner vorherigen Leihe fest verpflichtet. Der 18-Jährige soll schrittweise mehr Verantwortung übernehmen und gilt als Spieler, von dessen Potenzial insbesondere Vincent Kompany überzeugt ist.
Gemeinsam mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof verfügt der Bayern-Coach damit über mehrere Optionen für das Zentrum. Bei personellen Engpässen könnten zudem Konrad Laimer und Nathaniel Brown im Mittelfeld aushelfen.
Trotzdem werden die Münchner jetzt mit einem weiteren zentralen Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht.
Bayern soll Lavia auf dem Zettel haben
Nach Informationen des Chelsea-Insiders Simon Phillips beschäftigt sich der deutsche Rekordmeister mit Roméo Lavia. „Wir haben gehört, dass Bayern München an einer Verpflichtung von Lavia interessiert ist. Falls sie jedoch einen Vorstoß wagen, dürfte es sich wohl um eine Leihe mit Kaufoption handeln, wie sie es bei Nicolas Jackson getan haben“, berichtet Phillips.
Lavia galt vor wenigen Jahren noch als eines der größten Mittelfeldtalente der Premier League. Im Sommer 2023 wechselte der Belgier für knapp 60 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Chelsea. Schon damals wurde dem FC Bayern ein Interesse nachgesagt.
In London verlief seine Entwicklung allerdings ganz anders als erhofft. Vor allem zahlreiche Verletzungen warfen den Mittelfeldspieler immer wieder zurück. Bislang kommt Lavia lediglich auf 43 Pflichtspiele für die Blues.
Das hat sich auch auf seinen Marktwert ausgewirkt. Wurde der belgische Nationalspieler zwischenzeitlich mit 50 Millionen Euro bewertet, liegt sein aktueller Marktwert nur noch bei rund 22 Millionen Euro.
Interessant wäre die Personalie vor allem aufgrund von Kompany. Der Bayern-Trainer kennt seinen Landsmann und dessen Qualitäten. Lavia ist technisch stark, pressingresistent und kann vor der Abwehr sowohl als Ballverteiler als auch als absichernder Mittelfeldspieler agieren.
Lavia-Transfer erscheint derzeit unwahrscheinlich

Dass aus dem vermeintlichen Interesse tatsächlich ein Transfer entsteht, darf allerdings bezweifelt werden.
Zuletzt wurde berichtet, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat beim FC Bayern darüber einig sind, in diesem Sommer keine weiteren Spieler zu verpflichten. Daran sollen auch mögliche Verkäufe von João Palhinha, Sacha Boey oder Bryan Zaragoza nichts ändern.
Vor diesem Hintergrund wäre selbst das kolportierte Leihmodell bei Lavia überraschend. Die Bayern haben mit Ndiaye gerade bewusst einem jungen Spieler einen Platz im Kader eingeräumt. Ein zusätzlicher Mittelfeldspieler würde dessen Chancen auf Einsatzminuten unmittelbar reduzieren.
Hinzu kommt Tom Bischof, der sich in der Vorbereitung für eine größere Rolle empfohlen hat. Kimmich und Pavlovic gehen ohnehin als erste Kandidaten für die beiden Positionen im zentralen Mittelfeld in die Saison.
Ein konkreter Vorstoß in diesem Sommer wäre angesichts der aktuellen Kaderplanung eine große Überraschung. Nach der festen Verpflichtung von Ndiaye spricht derzeit vieles dafür, dass die Bayern ihr Mittelfeld bereits komplett haben.

