Leon Goretzka hat nach langer Suche einen neuen Verein gefunden. Den Mittelfeldspieler, dessen Vertrag beim FC Bayern im Sommer endete, zieht es nach England und zwar zu Aston Villa. Der FC Bayern hatte einen Anteil daran, dass der Deal über die Bühne ging.
Das klingt im ersten Moment überraschend, hat aber einen Hintergrund. Doch der Reihe nach. Die Klubsuche von Leon Goretzka war durchaus kompliziert. Der Mittelfeldspieler hatte im Winter noch einige Anfragen, die sich bis zum Sommer zum Teil aber in Luft auflösten.
Nach einer WM, bei der er nur eine Nebenrolle spielte, gab es eben nicht die großen Teams, die angeklopft haben. Immer wieder wurde er mit einem Wechsel in die Serie A in Verbindung gebracht, auch die MLS soll eine Alternative gewesen sein.
Bayerns Standpunkt bei Palhinha begünstigte Goretzka-Unterschrift
Dass es nun zu einer Unterschrift bei Aston Villa kam, liegt auch daran, dass der FC Bayern Joao Palhinha nicht per Leihe zum Klub nach Birmingham abgeben wollte.

Aston Villa suchte im Sommer nach einem neuen Spieler im Zentrum, weil Amadou Onana mit einem Kreuzbandriss lange ausfällt. Palhinha galt als Wunschlösung, ihn wollte man aber nur temporär verpflichten. Bayern pochte auf einen Verkauf, verhandelte trotzdem länger mit den Engländern. Am Ende legten die Bayern ihr Veto ein, Villa musste sich anderweitig umsehen.
Auf der Suche nach vergleichsweise kostengünstigen Optionen landete man schnell beim ablösefreien Goretzka. Unai Emery, der Trainer der Engländer, sprach intensiv mit dem Ex-Bayer, überzeugte ihn schließlich davon, dass der Schritt in die Premier League jetzt der genau richtige für den Spieler ist.
Dass man bei Aston Villa eine ordnende Hand gut gebrauchen kann zeigt der Saisonauftakt. Die Mannschaft verlor gleich einmal mit 0:4 bei Brighton und wirkte kopflos.

