Der FC Bayern gilt wirtschaftlich als kerngesund und einer der finanzkräftigsten Vereine. Und all das ohne einen großen Scheich im Hintergrund, der finanzielle Lücken stopfen kann.
Der Rekordmeister setzte zuletzt wieder neue Maßstäbe. Wirtschaftlich spielt man aufgrund einiger Kennzahlen in der absoluten Weltspitze, gehört zu den drei umsatzstärksten Klubs, wird nur vom FC Barcelona und Real Madrid übertrumpft.
Noch interessanter ist das, wenn man bedenkt, dass der FC Bayern im Vergleich zu den absoluten Big Playern im internationalen Fußball vergleichsweise wenig TV-Gelder kassiert.
TV-Gelder: Bayern in Deutschland an der Spitze
Schaut man sich die Aufteilung der TV-Gelder an, dann erkennt man: In Deutschland ist der FC Bayern Spitze. Insgesamt kassiert der Rekordmeister 92,681 Millionen Euro. Gefolgt wird der FC Bayern von Bayer 04 Leverkusen, das 84,267 Millionen Euro kassiert. Der BVB rangiert mit 84,244 Millionen Euro auf Platz drei.

Es folgen Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, der SC Freiburg und der VfB Stuttgart auf den folgenden Plätzen. Schlusslicht ist die SV Elversberg mit insgesamt nur gut 30 Millionen Euro Einnahmen.
Verteilt werden die TV-Gelder nach dem so genannten Vier-Säulen-Modell. Es gibt eine Gleichverteilung aller Erlöse, die Leistungen aus diversen Wertungen spielen auch eine Rolle. Ein kleiner Teil der Gelder wird anhand der Nachwuchsförderung verteilt, ebenfalls ein kleiner Teil entfällt auf das Interesse an den Klubs.
Im deutschen Vergleich schneidet der FC Bayern also wenig überraschend sehr gut ab, aber ein Aufsteiger in die englische Premier League kassiert zum Beispiel mehr TV-Gelder als der Rekordmeister. Deswegen ist die DFL auch daran interessiert, immer weitere Einnahmequellen zu finden und dafür zu sorgen, dass man mehr Gelder zur Verfügung hat, die auf die einzelnen Klubs aufgeteilt werden können.

