Bayern-Ikone enthüllt Kabinen-Eklat: „Ich wollte Uli Hoeneß verprügeln“

Foto: IMAGO

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Uli Hoeneß ist seit Jahrzehnten für seine emotionale und direkte Art bekannt. Wie weit diese während seiner Zeit als Manager des FC Bayern gehen konnte, zeigt eine kuriose Anekdote von Thomas Helmer. Der frühere Bayern-Kapitän verriet, dass ein Streit zwischen ihm und Hoeneß einst beinahe völlig eskaliert wäre.

Am Rande der SPORT-BILD-Awards, bei denen Hoeneß am Montagabend mit dem Legenden-Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, blickte Helmer auf seine gemeinsame Zeit mit dem heutigen Ehrenpräsidenten zurück.


Dabei machte der 61-Jährige keinen Hehl daraus, dass es zwischen den beiden durchaus heftig zur Sache gehen konnte. „Er hat manchmal auch wilde Sachen gemacht. Wenn er emotional wird, habe ich ihn in der Kabine auch anders erlebt. Wir haben uns auch einmal fast geschlagen. Ich wollte Uli Hoeneß verprügeln“, enthüllte Helmer.

„Und du läufst rum wie mein Großvater!“

Der Zwischenfall ereignete sich während eines Champions-League-Spiels gegen Dynamo Kiew im alten Münchner Olympiastadion. Bayern führte zur Halbzeit zwar mit 1:0, war mit der eigenen Leistung allerdings alles andere als zufrieden.

„Es war ein Champions-League-Spiel, ich glaube gegen Kiew. Altes Olympiastadion, Minus 17 Grad gefühlt, 13.000 Zuschauer – aber live im Fernsehen“, erinnerte sich Helmer. Kiew habe in der ersten Hälfte mehrfach große Möglichkeiten gehabt, diese jedoch nicht genutzt.

Hoeneß platzte in der Kabine anschließend der Kragen. Helmer erinnerte sich an dessen damalige Standpauke: „Was spielt ihr da, was bietet ihr den Zuschauern da an? Das ist eine Frechheit für den FC Bayern. Da gucken Millionen zu, egal wie viele hier im Stadion sind – auch wenn es kalt ist.“

Damit nicht genug. Als Helmer an Hoeneß vorbeiging, bekam auch der Verteidiger persönlich sein Fett weg: „Und du läufst rum wie mein Großvater!“

Diese Spitze brachte Helmer endgültig auf die Palme.

Helmer wirft Becher in Richtung Hoeneß

Thomas Helmer
Foto: imago images

Der damalige Bayern-Profi schnappte sich einen Becher mit Elektrolyten und warf ihn in Richtung des Managers. „Aber ich habe ihn nicht getroffen, ich habe die Wand getroffen. Dann war er schlau genug und ist zu den Physios in die Kabine und hat sich versteckt“, berichtete Helmer.

Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es damit nicht. Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell der heftige Streit anschließend aus der Welt geschafft wurde. „Am nächsten Tag haben wir dann ein ganz offenes Gespräch gehabt. Uli war nie nachtragend“, erklärte der frühere Nationalspieler.

Dass die Episode das Verhältnis zwischen beiden nicht nachhaltig belastete, zeigt Helmers Einschätzung von Hoeneß heute. Trotz aller damaligen Reibereien genießt der Bayern-Patron bei ihm enormes Vertrauen.

„Es gibt zwei Menschen auf der Welt, zu denen ich gehen würde, wenn ich ein Problem hätte. Egal, ob privat, finanziell oder gesundheitlich – einer davon ist Uli Hoeneß!“, schwärmte Helmer.

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