„Ich bin Schalke“: Neuer spricht vor emotionaler Rückkehr über seine Zukunft

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Für Manuel Neuer steht am Samstagabend ein außergewöhnliches Bundesliga-Spiel auf dem Programm. Der Kapitän des FC Bayern kehrt mit dem deutschen Rekordmeister zum FC Schalke 04 zurück – an jenen Ort, an dem seine beeindruckende Karriere einst ihren Anfang nahm. Für den 40-Jährigen könnte die Partie sogar eine der letzten Gelegenheiten sein, als Profi in der Veltins-Arena aufzulaufen.

Neuer wurde in Gelsenkirchen geboren, durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften der Königsblauen und schaffte 2005 den Sprung zu den Profis. Sechs Jahre später wechselte er zum FC Bayern und entwickelte sich in München zu einem der erfolgreichsten Torhüter der Fußballgeschichte.


Seine Verbindung zu Schalke hat Neuer trotz der inzwischen 15 Jahre beim Rekordmeister nie verloren. Vor dem Duell am Samstag (18:30 Uhr) sprach der Bayern-Kapitän bei DAZN über die besondere Bedeutung seiner Rückkehr.

„Das ist natürlich ein Traum, gerade weil es meine letzte Saison sein könnte. Dass ich nochmal in der Veltins-Arena spielen darf, ist für mich etwas ganz Besonderes.“

Neuer lässt Karriereende weiter offen

Besonders interessant ist dabei Neuers Hinweis auf ein mögliches Karriereende. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft bis zum kommenden Sommer. Eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft hat der 40-Jährige bislang nicht getroffen.

Umso emotionaler könnte das Gastspiel auf Schalke für ihn werden. Geschenke möchte Neuer seinem Heimatverein deshalb aber noch lange nicht machen.

„Ich bin der größte Schalke-Fan, wenn sie gegen Dortmund spielen. Aber natürlich will ich gewinnen und ohne Gegentor bleiben“, erklärte der Bayern-Kapitän mit einem Augenzwinkern.

Dass die Königsblauen für ihn längst ein sportlicher Gegner sind, ändert nichts an seiner emotionalen Verbindung zum Klub und zur Stadt. Neuer würde Schalke gerne dauerhaft wieder in der Bundesliga sehen.

„Für mich gehört der Verein einfach in die Bundesliga. Ich bin dort aufgewachsen; meine Familie kommt von dort“, betonte er.

Seine eigene Identität beschreibt Neuer mittlerweile als Mischung aus beiden Welten: „Ich bin Gelsenkirchen, ich bin Schalke, aber ich habe auch dieses bayerische Gefühl von Gemütlichkeit und Gelassenheit.“

„Legende für den deutschen Fußball“

Manuel Neuer, Michael Olise
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Auch beim FC Bayern weiß man, welche Bedeutung die Partie für Neuer besitzt. Sportdirektor Christoph Freund würdigte den 40-Jährigen vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

„Manu hat sehr viel erlebt, ist 40 Jahre und spielt immer noch auf unglaublichem Niveau. Trotzdem ist es sicher ein besonderes Spiel für ihn“, erklärte Freund auf der Pressekonferenz.

Für den Bayern-Sportdirektor schließt sich mit dem Auftritt in Gelsenkirchen gewissermaßen ein Kreis: „Er ist auf Schalke gereift, ist von dort zum FC Bayern gekommen. Es gibt eine besondere Verbindung, er ist dort auch sozial sehr engagiert.“

Freund bezeichnete Neuer zudem als „Legende für den deutschen Fußball“ und betonte: „Es ist eine schöne Geschichte, dass er dorthin zurückkehrt.“

Am Samstag werden die Emotionen bei Neuer entsprechend groß sein. Spätestens mit dem Anpfiff dürften diese jedoch in den Hintergrund rücken. Dann möchte der langjährige Schalker mit dem FC Bayern drei Punkte holen – und seine ganz persönliche Rückkehr nach Gelsenkirchen am liebsten mit einer weißen Weste beenden.

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