Stammplatz in Gefahr: Konkurrenzkampf beflügelt Bayern-Star Davies

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Jamal Musiala stand beim 5:0 des FC Bayern gegen Bodø/Glimt im Mittelpunkt. Nach einer schwierigen Zeit feierte der 23-Jährige sein Startelf-Comeback und erzielte direkt das wichtige 1:0. Doch etwas im Schatten von Musialas Rückkehr setzte ein anderer Bayern-Star ebenfalls ein bemerkenswertes Ausrufezeichen: Alphonso Davies.

Der Kanadier traf in der 77. Minute sehenswert zum zwischenzeitlichen 3:0. Für Davies war es weit mehr als nur ein weiterer Treffer bei einem deutlichen Champions-League-Sieg. Nach zahlreichen Verletzungen und einer schwierigen vergangenen Saison meldete sich der 25-Jährige auf der großen Bühne zurück.


Dass Davies überhaupt um seinen Stammplatz kämpfen muss, wäre vor einigen Jahren kaum vorstellbar gewesen. Mit seinem enormen Tempo, seinen explosiven Antritten und seiner offensiven Dynamik gehörte er zeitweise zu den auffälligsten Linksverteidigern Europas. Beim Champions-League-Triumph 2020 war er einer der Shootingstars der Münchner.

Doch diese Zeiten liegen mittlerweile einige Jahre zurück. Verletzungen verhinderten immer wieder, dass Davies dauerhaft seinen Rhythmus fand. Aus dem einst nahezu unantastbaren Stammspieler wurde ein Profi, der sich seinen Platz neu erarbeiten muss.

Brown erhöht den Druck auf Davies

Hinzu kommt, dass der FC Bayern im Sommer die Konkurrenz auf der linken Seite deutlich verschärft hat. Nathaniel Brown wechselte für rund 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach München.

Der Neuzugang wurde von Vincent Kompany bislang zwar überwiegend weiter vorne eingesetzt und half aufgrund der personellen Situation sogar auf der Zehnerposition aus. Seine eigentliche Position bleibt jedoch die des Linksverteidigers.

Gegen Bodø/Glimt saß Brown über die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Davies durfte dagegen von Beginn an ran und nutzte seine Chance. Sein Treffer zum 3:0 erinnerte dabei an jene Qualitäten, mit denen er sich einst in die europäische Spitze gespielt hatte.

Gerade sein Tempo bleibt eine besondere Waffe. Davies kann aus der eigenen Hälfte innerhalb weniger Augenblicke in die gegnerische Gefahrenzone vorstoßen und dem Bayern-Spiel damit ein Element geben, das nur schwer zu ersetzen ist.

Die Konkurrenz durch Brown dürfte dennoch dafür sorgen, dass sich der Kanadier keine längeren Schwächephasen erlauben kann.

Jetzt braucht Davies vor allem Konstanz

Alphonso Davies
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Dass Davies überhaupt wieder auf diesem Niveau spielen kann, ist nach seinen zahlreichen Rückschlägen alles andere als selbstverständlich. Im März 2025 erlitt er bei der kanadischen Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss im rechten Knie samt Knorpelschaden. Nach seiner langen Pause verhinderten weitere körperliche Probleme, dass er dauerhaft an seine früheren Leistungen anknüpfen konnte.

Auch die Weltmeisterschaft 2026 im eigenen Land verlief für Kanadas Kapitän nicht wie erhofft. Davies konnte verletzungsbedingt nur eine Partie absolvieren.

Die lange Leidenszeit hinterließ auch mental Spuren. Davies gab später selbst zu, nach seiner Rückkehr zunächst vorsichtiger gespielt zu haben. „Da habe ich nicht wie ich selbst gespielt“, sagte er auf seinem YouTube-Kanal.

Umso wichtiger sind Erfolgserlebnisse wie gegen Bodø/Glimt. Davies besitzt weiterhin Fähigkeiten, die ihn für den FC Bayern besonders wertvoll machen. Gleichzeitig hat sich seine Ausgangslage verändert. Mit Brown gibt es einen hochkarätigen Konkurrenten, der langfristig ebenfalls Ansprüche auf die linke Abwehrseite anmelden dürfte.

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