Der FC Bayern hat in den vergangenen Jahren einiges im Nachwuchsbereich verändert. Christoph Freund sieht den Campus auf einem guten Weg.
Christoph Freund hat beim FC Bayern nicht nur die Profimannschaft im Blick. Seit seinem Amtsantritt beschäftigt sich der Sportdirektor intensiv mit der Nachwuchsarbeit und der Frage, wie künftig noch mehr Talente den Sprung vom Campus zu den Profis schaffen können.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin zog Freund nun eine positive Zwischenbilanz. Gleichzeitig machte der 49-Jährige deutlich, dass die Entwicklung längst nicht abgeschlossen ist.
„Es ist viel passiert, wir haben einiges geändert, auch personell. Mein Gefühl ist sehr gut, es ist immer ein Prozess. Wenn man im Nachwuchs Dinge anstößt, dauert es immer etwas, bis man die Ergebnisse sieht“, sagte Freund.
Ein zentraler Bestandteil der Bayern-Strategie ist dabei offenbar die individuellere Förderung der Talente. Statt ausschließlich die Entwicklung der einzelnen Mannschaften zu betrachten, soll stärker auf die Bedürfnisse und Perspektiven jedes Spielers eingegangen werden.
Freund setzt auf individuelle Entwicklung
Genau darin sieht Freund einen entscheidenden Faktor für erfolgreiche Nachwuchsarbeit: „Wir haben einen sehr guten Austausch, es ist wichtig, dass der einzelne Spieler im Mittelpunkt steht. Es ist sehr individuell zu sehen. Darum ist die Kommunikation sehr wichtig.“
Dass der eingeschlagene Weg funktionieren kann, zeigen auch die jüngsten Entwicklungen. Mit Lennart Karl hat sich ein Talent aus dem eigenen Nachwuchs bereits bei den Profis festgespielt. Auch die Durchlässigkeit zwischen Campus und erster Mannschaft bleibt für die Münchner ein wichtiges Thema.
Neben der Ausbildung vorhandener Talente soll auch das Scouting eine entscheidende Rolle spielen. Freund sieht die Bayern in diesem Bereich gut aufgestellt, kündigt gleichzeitig aber weitere Arbeit an: „Wir sind sehr gut aufgestellt und ich habe ein gutes Gefühl, dass wir weitere Schritte nach vorne machen. Auch im Scouting sind wir sehr gut aufgestellt. Es gibt aber immer viel zu tun und wir haben noch viel vor.“

