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„Wirklich ernste Dinge“: Bayern-Boss Eberl spricht über schwierige Wochen

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern durchlebt derzeit eine außergewöhnlich schwierige Phase. Obwohl der deutsche Rekordmeister in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen ist, wird die Mannschaft von immer neuen Rückschlägen getroffen. Neben zahlreichen Verletzungen belasten auch gesundheitliche Probleme und persönliche Schicksalsschläge den Verein. Nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund hat Sportvorstand Max Eberl mit eindringlichen Worten auf die aktuelle Situation reagiert.

Die Liste der Probleme ist lang. Trainer Vincent Kompany fällt weiterhin krankheitsbedingt aus, Jamal Musiala kämpft sich nach seiner Verletzung zurück. Joshua Kimmich musste zuletzt den Tod seines Vaters verkraften. Hinzu kommen die Ausfälle von Manuel Neuer und Luis Díaz.

Beim Bundesliga-Klassiker gegen Dortmund verschärfte sich die personelle Situation noch einmal erheblich. Mit Ismael Saibari und Serge Gnabry mussten gleich zwei Offensivspieler bereits in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Auch Michael Olise erwischte es in der Schlussphase. Die sportlichen Herausforderungen geraten angesichts dieser Entwicklungen zunehmend in den Hintergrund.

Eberl: „Wir reden von wirklich ernsten Dingen“

Im Gespräch mit dem ZDF wurde Eberl nach dem Dortmund-Spiel gefragt, wie eine Mannschaft derartige Rückschläge verarbeitet.

Der 53-Jährige machte deutlich, wie außergewöhnlich die aktuelle Belastung für den gesamten Verein ist. „Die Mannschaft schafft das, und wir als Gruppe, als Verein, meistern das bisher auf unglaubliche Weise. Lasst die Liste einfach auf euch wirken – das kann jeder Zuschauer zu Hause auch tun. Dann wisst ihr, was das mit einer Fußballmannschaft macht.“

Konrad Laimer
Getty Images

Dabei betonte Eberl, dass die aktuellen Probleme weit über die üblichen Schwierigkeiten einer Fußballmannschaft hinausgehen. „Wir reden hier nicht von einer Zerrung, einer Gelben Karte oder einem Gegentor in der letzten Minute, wir reden von wirklich ernsten Dingen, von Gesundheit, von ernsten Dingen für eine Familie.“

Damit spielte der Sportvorstand insbesondere auf die gesundheitlichen Probleme von Kompany und Musiala sowie den persönlichen Schicksalsschlag von Kimmich an.

Der Nationalspieler hatte nach dem Dortmund-Spiel selbst über den Tod seines Vaters gesprochen und erklärt, wie wichtig ihm die Unterstützung des Vereins und seiner Mitspieler in den vergangenen Tagen gewesen sei.

Bayern müssen weiter zusammenhalten

Trotz der schwierigen Umstände zeigte sich Eberl beeindruckt davon, wie die Mannschaft bislang mit den Rückschlägen umgeht. „Und das zusätzlich zu den sportlichen Verletzungen, die wir haben. Das sind die Themen, mit denen wir uns gerade beschäftigen, aber wir haben das bisher sehr gut gemeistert und müssen einfach den Kopf hochhalten, uns wieder aufrappeln und diese Dinge hinter uns lassen.“

Die Aussagen zeigen, dass die Verantwortlichen die aktuelle Situation nicht ausschließlich aus sportlicher Perspektive betrachten.

Während auf dem Platz weiterhin Ergebnisse gefordert werden, stehen innerhalb des Vereins derzeit auch menschliche und gesundheitliche Themen im Mittelpunkt.

Sportlich haben die Münchner trotz aller Schwierigkeiten bislang bemerkenswert konstant abgeliefert. Auch nach dem 2:2 gegen Dortmund ist der Rekordmeister in dieser Saison noch ungeschlagen.

Allerdings wird die Belastungsprobe in den kommenden Tagen nicht kleiner. Bereits am Dienstag wartet mit dem Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid die nächste anspruchsvolle Aufgabe.

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