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Erstes Spiel unter Flick: Erfolgreich, aber glanzlos

Hansi Flick
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Der FC Bayern hat seine Pflichtaufgabe gegen Olympiakos Piräus erfüllt. Der 2:0-Erfolg gegen die Griechen hat den Münchner den vorzeitigen Einzug ins CL-Achtelfinale gesichert. Es war zudem ein erfolgreiches, aber kein glanzvolles Debüt für Interimstrainer Flick. Spielerisch hat der FCB nach wie vor noch viel Luft nach oben, vor allem in der Offensive.

Nach zuletzt acht Spielen in Folge hat der FC Bayern gestern Abend endlich mal wieder ein Spiel zu null beendet. Der 2:0-Heimsieg gegen Olympiakos Piräus war, zumindest aus defensiver Sicht, ein voller Erfolg. Offensiv hingegen hatten Thomas Müller & Co. erneut die gleichen Probleme wie in den vergangenen Wochen zuvor. Es fehlte das notwendige Tempo, die Genauigkeit beim letzten Pass und oftmals auch der Zug zum Tor.

Interimscoach Hansi Flick hat mit dem Heimsieg und dem Einzug ins CL-Achtelfinale ein erfolgreiches Debüt hingelegt. Der Schalter beim deutschen Rekordmeister ist damit aber noch längst nicht umgelegt.

Mehr defensive Stabilität: Flick-Plan geht (vorerst) auf

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Mit seiner Startaufstellung gegen Piräus hat Hansi Flick ein klares Zeichen gesetzt, Leon Goretzka und Joshua Kimmich durften im defensiven Mittelfeld ran und sollten die zuletzt so anfällig Mitte stabilisieren. Flick entschied sich bewusst gegen die beiden Fussballkünstler Thiago und Coutinho und besetzte somit das Zentrum etwas robuster. Der Plan ging auf, der FCB präsentierte sich defensiv deutlich kompakter.

In der Offensive hingegen wird man sich mit Blick auf das bevorstehende Bundesliga-Topspiel am kommenden Samstag gegen Borussia Dortmund nochmals deutlich strecken müssen. Der Pavard-Kopfball an den Pfosten, kurz vor der Pause, war die einzige echte Großchance in Durchgang eins. Bis zu 69. Minute mussten die Bayern auch in der zweite Hälfte „zittern“, ehe Robert Lewandowski die Münchner (mal wieder) erlöste.

Wie in den vergangenen Wochen fehlte es den Bayern im Angriff an der nötigen Präzision. Vor allem bei Hereingaben aus dem Halbfeld oder Flanken. Auch in Sachen Tempo hat die Mannschaft laut Flick noch „viel Luft nach oben“. Der 54-jährige sprach von „Automatismen, die wir noch besser machen können“.

Ob Flick die Gelegenheit erhalten wird an diesen Punkten bis zur Winterpause zu arbeiten ist derzeit vollkommen offen. Mit Blick auf die aktuellen Gerüchte rund um die anhaltende Trainer-Suche sieht es tendenziell eher nicht danach aus. Auch die Aussagen von Sportdirektor Hasan Salihamidzic deuten darauf hin, dass Flick gegen den BVB vermutlich sein letztes Spiel als FCB-Cheftrainer absolvieren könnte: „Hansi hat es in den letzten Tagen wirklich  sehr konzentriert, fokussiert, selbstbewusst gemacht. Er ist im Moment der richtige Trainer für uns.“