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Nach Schmähplakaten gegen Hopp: Rummenigge kündigt Anti-Hass-Kommission an

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Bayern-Klubchef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich nach dem Skandalspiel von Hoffenheim „zutiefst beschämt“ und kündigte bereits unmittelbar nach der Partie an, dass das Verhalten der FCB-Ultras drastische Konsequenzen haben wird. Im Gespräch mit der „BILD Zeitung“ wurde der 64-jährige am Montag konkreter und verriet erste Maßnahmen, die der FC Bayern umsetzen möchte.

Die Geschehnisse von Hoffenheim werden den FC Bayern sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen. Die Verantwortlichen in München hatten bereits am Samstag nach dem Spiel Konsequenzen und Maßnahmen angekündigt und lassen nun Taten folgen. Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich gegenüber der „BILD Zeitung“ über die konkreten Vorhaben des FCB und betonte dabei, dass man eine Anti-Hass-Kommission gründen wird.

„Wir können da nicht zur Tagesordnung übergehen“

Der 64-jährige zeigte sich auch nach zwei Tage nach den Schmähungen gegen Dietmar Hopp bestürzt und kündigte an, dass man die Vorfälle von Hoffenheim in Ruhe aufarbeiten möchte: „Wir können da nicht zur Tagesordnung übergehen nach den Vorkommnissen vom letzten Samstag. Diese Kommission wird die Vorkommnisse aufarbeiten, dabei auch eng mit der Sonderkommission der Polizei in Mannheim zusammenarbeiten – aber sich auch damit beschäftigen, wie wir in der Zukunft mit dem Thema umgehen.“

Zudem betonte Rummenigge, dass die Bayern gegen die eigenen Ultras durchgreifen wird: „Sie müssen natürlich damit rechnen, dass sie nachhaltig von Bayern München bestraft werden. Wir wollen dieses hässliche Gesicht vom FC Bayern nicht mehr wiedersehen.“

Laut Rummenigge haben die Bemühungen in der Vergangenheit einen gemeinsamen Weg mit den Ultras zu finden nicht gefruchtet: „Ich bin ein Freund des Dialogs, aber der Dialog hat nicht dazu geführt, dass wir irgendeine Lösung haben, die von Ultras bisher akzeptiert worden ist. Ich habe immer den Eindruck, wir befinden uns in einer Einbahnstraße, in der die Clubs nur geben müssen und die Fans nur nehmen wollen, aber nicht bereit sind, ihr eigenes Verhalten in irgendeiner Art und Weise zu korrigieren und dementsprechend dem Fußball zu dienen.“