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Ex-FCB Coach Ancelotti über die Corona-Pandemie: „Es ist wie ein Krieg“

Carlo Ancelotti
Foto: Gareth Copley/Getty Images

Der ehemalige Trainer des FC Bayern Carlo Ancelotti geht die Corona-Krise besonders nahe. Der Italiener, der aktuell in der Premier League bei Everton unter Vertrag steht, macht sich akute Sorgen um sein Heimatland und sieht gewisse Verbindungen zu einem Krieg.



Ancelotti wurde 2016 als Nachfolger von Pep Guardiola an die Säbener-Straße geholt. An die Erfolge aus ehemaligen Zeiten bei Real Madrid konnte er aber nicht anknüpfen. Nach vierzehn Monaten verließ er Deutschland und heuerte anschließend beim SSC Neapel an. Auf ein starkes erstes Jahr, wo Napoli bis zum Ende der Saison mit Juventus Turin um den Scudetto kämpfte, folgte ein schwächeres zweites, worauf er im Anschluss entlassen wurde. Mittlerweile ist Ancelotti in der Premier League untergekommen.

„Die Welt verändert sich gerade“

In einem Interview mit der LÉquipe äußert er seine Bedenken zur aktuellen Lage und glaubt, dass sich nach der Corona-Krise die Welt verändern wird.
„Natürlich verändert sich die Welt gerade. Im Moment ist es wie ein Krieg. Und danach wird es wie nach einem Krieg sein. Was gerade geschieht, ist eine Lektion für uns, aus der wir lernen sollten. Und ich hoffe, dass sie uns für die Zukunft besser macht.“

Zusammen mit seiner Familie befindet sich der 60-Jährige aktuell in England und kann die schrecklichen Geschehnisse in Italien nur aus der Ferne betrachten. „Ich habe den Eindruck, dass sich die Situation Tag für Tag ein wenig verbessert. Aber natürlich mache ich mir noch immer Sorgen, weil das Virus weiterhin mehr als 600 Menschen am Tag tötet. Es tut weh, zu höre, dass so viele meiner Landsleute jeden Tag sterben.“

Als Trainer des FC Everton ist Ancelotti logischerweise vom Einstellung des Spielbetriebs betroffen. Seiner Meinung nach besitzt die Gesundheit klare Priorität. „Es ist mir egal, ob wir im Juni, Juli oder August wieder spielen. Ehrlich. Wir müssen jetzt erst einmal an die Menschenleben denken.“