FC Bayern News

Hitzfeld befürwortet Geisterspiele: „Ein kleines Glücksgefühl“

Ottmar Hitzfeld
Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Es gibt nur wenige Menschen, die im Fußball so viel Erfolg hatten wie einst Ottmar Hitzfeld. Der ehemalige Trainer des FC Bayern und Borussia Dortmund holte unzählige Titel und ist dem Fußball weiterhin Treu geblieben. Im Interview mit „Sky Sports“ äußert er seine Meinung zu Geisterspielen und was für ihn im Fokus stehen sollte.

1988 heuerte der Deutsche als Trainer bei den Grashoppern aus Zürich an. Nach einer erfolgreichen Zeit wurden mehrere Vereine der Bundesliga auf ihn aufmerksam, weshalb Borussia Dortmund ihn 1991 als Cheftrainer einstellte und ganze sieben Jahre an ihm festhielt. Anschließend folgte der Wechsel zum FC Bayern, wo er einmal von 1998 bis 2004, und 2007 bis 2008 die Rolle des Cheftrainers übernahm. Seine letzte Station erlebte Hitzfeld schließlich bei der Nationalmannschaft der Schweiz.

„Gesundheit steht über allem“

Der ehemalige Trainer des deutschen Rekordmeisters verfolgt die Entwicklung des Coronavirus genau und ist froh, dass die Bundesrepublik eine Kanzlerin wie Angela Merkel im Rücken hat. „Man kann ja nicht auf alles eine Antwort haben und doch stehen Angela Merkel und alle anderen permanent unter Beobachtung. Ich finde es gut, dass sie sich nicht täglich zu Wort meldet, sondern das mit ruhiger Hand macht.“

Die Beschreibung der Person Merkel könnte auch zu Hitzfelds Trainerstil passen. Er galt als ein Mann, der seine Spieler nie öffentlich anging, sondern mit Ruhe und Vernunft entschied. Zur Frage, was er in der aktuellen Zeit am meisten vermisse, hat er eine klare Antwort: „Den Fußball. Samstag 15:30. Tore, Spannung, Entscheidungen. Das fehlt mir ziemlich. Auch die entscheidende Phase der Champions League und der europäische Spitzenfußball.“

Ein Blick zurück auf alte Spiele, wagt Hitzfeld nicht. „Ich musste mich kürzlich mit meiner Zeit beim BVB von 1995 beschäftigen. Da habe ich gemerkt, wie das sofort wieder Stress in mir verursacht hat. Das ist in Fleisch und Blut übergegangen.“

In der Bundesliga wird über eine Rückkehr in den Spielbetrieb diskutiert. Zuletzt wurde der 9.5. immer wieder als Datum in den Raum geworfen. Hitzfeld würde eine Rückkehr begrüßen, eines steht aber im Vordergrund. „Wenn sie mich fragen, was ich mir wünsche, sage ich ihnen, dass das die Spiele sind. Ob das jetzt forciert werden soll und darf, ist eine andere Sache. Eines ist aber ganz klar: Die Gesundheit steht über allem.“