Bundesliga

DFL stellt klar: „Verbotene Torjubel“ werden nicht bestraft

Hertha BSC
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Die Profis von Hertha BSC haben beim 3:0-Auswärtserfolg bei der TSG Hoffenheim mit ihren „verbotenen Torjubel“ gegen die Vorgaben des DFL-Hygienekonzepts verstoßen. Laut der Deutschen Fußball-Liga wird dieses Fehlverhalten jedoch keinerlei Konsequenzen haben.

Ausgerechnet Hertha BSC werden sich viele Fußballfans gedacht haben, als sie die Jubelszenen in der Hoffenheimer Prezero-Arena heute Nachmittag gesehen haben. Was war passiert? Der Berliner Marko Grujic wurde nach dem Eigentor des Hoffenheimers Kevin Akpoguma von Mitspieler Dedryck Boyata auf die Wange geküsst. Damit haben die beiden offensichtlich gegen die Hygienevorgaben der Deutschen Fußball-Liga verstoßen.

Die DFL bezog unmittelbar nach dem Spiel Stellung zu dem Vorfall und diese fällt anders aus als viele erwartet hätten.

Torjubel werden nicht sanktioniert

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Diskussionen darüber wie sich Trainer, Betreuer und die Spieler im Zuge der Corona-Krise auf und neben den Platz zu verhalten haben. Selbst für den Torjubel erstellte die DFL Vorgaben im Rahmen ihres Hygienekonzepts.

Laut einem DFL-Sprecher sind diese Vorgaben in Sachen Torjubel kein Bestandteil des medizinisch-organisatorischen Konzepts: „Zum Thema Torjubel wurden in Ergänzung zum Konzept lediglich Hinweise zur Orientierung gegeben“. Dementsprechend „erübrigen sich Sanktionen“ bei Verstößen gegen die Hinweise.

Herta-Coach Bruno Labbadia äußerte sich nach dem Spiel wie folgt dazu: „Ich hoffe, die Menschen draußen haben Verständnis dafür. Es ist nur eine Empfehlung, sich zurückzuhalten. Wir würden sechsmal negativ getestet, zuletzt gestern. Emotionen gehören auch ein Stück weit dazu. Sonst brauchen wir das Spiel nicht zu spielen“.

Pikant: In der ersten Halbzeit hatte sich Angreifer Vedad Ibisevic, nach einer vergebenen Chance, bereits einen „Aussetzer“ erlaubt als er im Strafraum deutlich sichtbar spuckten. Auch dies sollen die Spieler laut dem DFL-Konzept unterlassen.