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Endlich beim FCB: Bekommt Adrian Fein seine Bundesliga-Chance?

Adrian Fein
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Nach zwei Leihen in die zweite Bundesliga soll Mittelfeld-Talent Adrian Fein endlich seine Chance in der Bundesliga nutzen. Bislang konnte er sich kontinuierlich steigern, hält dieser Trend an? Seine Chancen verbessert werden durch die aktuellen Transfer-Spekulationen rund um den FC Bayern München im Allgemeinen und um das Mittelfeld des Rekordmeisters im Speziellen.

Mit seinen 21 Jahren hat Adrian Fein bereits eine bewegte Laufbahn hinter sich. Nach seiner Jugendzeit beim FC Bayern startete er in der Regionalliga bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters seine Karriere im Herrenbereich. Dort zog er die Aufmerksamkeit des ambitionierten Zweitligisten Jahn Regensburg auf sich. Die Domstadt erwies sich wie für einige andere Jungprofis für das perfekte Sprungbrett. Trotz einer ersten Verletzungspause in seiner Karriere kam Fein beim SSV Jahn zu 21 Einsätzen in der zweiten Liga und zwei Assists.

Für den Sprung zurück zu seinem Stammverein FC Bayern war Fein damals noch nicht bereit. Dafür wechselte er erneut auf Leihbasis zu einem vermeintlichen Spitzenteam der zweiten Liga, dem HSV. Den Aufstieg verpasste Fein mit den Hamburgern zwar knapp, mit 31 Einsätzen, einem Tor und drei Assists machte der gebürtige Münchner aber erneut einen weiteren Schritt nach vorne. Vor allem vor der Corona-bedingten Unterbrechung der Saison war Adrian Fein der unangefochtene Taktgeber im Mittelfeld der Hanseaten. Passsicher, zweikampfstark und gut in der räumlichen Positionierung im defensiven Mittelfeld – diese Attribute haben die Verantwortlichen des FC Bayern dazu bewogen, Fein nun eine Chance bei der ersten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters einzuräumen.

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Profitiert Adrian Fein von einem Aderlass im zentralen Mittelfeld?

Die Erwartungen, dass Adrian Fein den Durchbruch bei den FCB-Profis schaffen kann, sind in der Führungsetage an der Säbener Straße durchaus groß. „Adrian ist sehr talentiert. Er wurde bei uns ausgebildet und hat sich nun auch in seinen ersten beiden Profijahren sehr gut entwickelt“, blickt Sportvorstand Hasan Salihamidžić auf die bisherige Laufbahn des Eigengewächses zurück. „Jetzt hoffen wir, dass er den nächsten großen Schritt bei uns in München macht.“ Und auch der Profi selbst zeigt sich „glücklich, wieder daheim zu sein. Es fühlt sich sehr gut an, sich hier mit so vielen internationalen Top-Spielern messen zu können. Die ersten Tage zurück an der Säbener Straße haben richtig Spaß gemacht.“ Schon in der vergangenen Woche ist Adrian Fein gemeinsam mit den anderen, externen Neuzugängen Lory Sané, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel in das Mannschaftstraining des FC Bayern gestartet, um sich optimal auf seine erste Bundesliga-Saison vorzubereiten.

Bayern-Trainer Hansi Flick plant jedenfalls dauerhaft in der Profi-Mannschaft der Roten mit Fein. Helfen könnte dem fünfmaligen deutschen U21-Nationalspieler, dass beim FC Bayern ein Aderlass im defensiven Mittelfeld anstehen könnte. In der Cause Thiago scheinen sich die Münchner auf die Transfervorstellungen des FC Liverpool zuzubewegen und den Preis für den spanischen Regisseur um zehn Mio. Euro zu senken. Javi Martinez werden keine Steine in den Weg gelegt zurück in seine spanische Heimat zu wechseln. Und auch Corentin Tolisso hat keine großen Zukunftsperspektiven mehr beim FC Bayern München. Sollten alle drei die Münchner verlassen, stünden neben Adrian Fein nur noch Leon Goretzka und Joshua Kimmich für zwei Sechser-Positionen im Kader. Auch wenn ein externer Neuzugang zu erwarten ist, dürfte Fein im engen Corona-Terminplan zu seinen Bewährungschancen kommen. Und dann liegt es an ihm, sich schon wie in Regensburg und Hamburg auch in München zu beweisen.