FC Bayern News

Rummenigge enthüllt: Darum scheiterte die Vertragsverlängerung von Toni Kroos

Toni Kroos
Foto: Francois Nel/Getty Images

Sechs Jahre ist es mittlerweile her, als Toni Kroos den FC Bayern München den Rücken gekehrt hat. Nach der Triple-Saison 2013 konnte sich der Mittelfeld-Stratege mit den Bayern-Bossen nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen und schloss sich Real Madrid an.

Mit Real Madrid stieg Toni Kroos zum Weltstar auf und gewann vier Mal die Champions-League. Immer wieder gab es Stimmen, die den Kroos-Verkauf als größten Fehler der letzten zehn Jahren betitelten. Dabei hätte es aus Bayern-Sicht dazu gar so weit kommen müssen.

Gegenüber der „BILD Zeitung“ erklärte Karl-Heinz Rummenigge nun das Scheitern der Vertragsgespräche mit Toni Kroos: „Wir hatten damals eine Diskussion mit Toni und seinem Berater Volker Struth. Toni wollte genauso viel verdienen wie Mario Götze. Götze kam aus Dortmund und gehörte mit zu den Topverdienern, Toni war ein Eigengewächs und war ein Stück darunter angesiedelt“, so Rummenigge.

Der Stellenwert des Mittelfeld-Spielers war zu dieser Zeit wohl auch den Bossen nicht ganz klar. Zwar hat Kroos bei den Münchnern den Durchbruch geschafft, fehlte aber im Triple-Jahr 2013 in der heißen Endphase. Den Beweis, dass er ein Spieler für die großen Spiele ist, blieb der heute 30-Jährige schuldig. So stand er auch im WM-Finale klar im Schatten von Schweinsteiger und von Final-Held Mario Götze. Möglicherweise ein Grund, warum die Bayern den Gehaltswunsch des Ex-Rostockers nicht erfüllen wollten: „Die Situation hat sich ein bisschen verkanntet. Dann kam die Forderung: Entweder sind wir bereit, den gleichen Betrag auf den Tisch zu legen, oder er geht“, sagte Rummenigge.

„Es findet immer ein kontinuierlicher Wechsel statt“

So verließ Kroos die Bayern ein Jahr vor Vertragsende und spielte sich in Madrid von Triumph zu Triumph, während das Projekt Mario Götze scheiterte. Von einem Fehler will Rummenigge dennoch nicht sprechen:  „Wir haben uns ganz bewusst so entschieden. Mit der Summe, die er forderte, wäre er absoluter Topverdiener gewesen. Das war zu der Zeit finanziell für uns ein Kraftakt,“ erklärt er.

Dem Bayern-Boss zufolge sei ohnehin alles zufriedenstellend verlaufen, zumal es für Kroos eine erfolgreiche Zeit nach Bayern und für Bayern eine erfolgreiche Zeit nach Kroos gab: „Ich habe nie gedacht ‚Hoffentlich spielt der jetzt einen Scheißdreck zusammen, damit für uns kein Problem in der Öffentlichkeit entsteht.‘ Spieler kommen und gehen. Es findet immer ein kontinuierlicher Wechsel statt, den man will und braucht,“ so der 65-Jährige.