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Zu ungestüm und zu wild – Muss Hernandez seine Spielweise für die Bayern anpassen?

Lucas Hernandez
Foto: imago images

Trotz massiver Defensivprobleme hat Lucas Hernandez im neuen Jahr noch keine einzige Minute für die Bayern absolviert. Der 24-jährige Franzose hat unser Hansi Flick derzeit keinen leichten Stand, was vor allem an seiner Spielweise liegen dürfte.

Gegen Mainz und Gladbach saß Hernandez zuletzt 90 Minuten auf der Bank. Schaut man sich die Defensivleistung seiner Kollegen David Alaba, Niklas Süle und Jerome Boateng an, fragen sich viele Fans und Experten, warum der Rekordtransfer der Münchner keine Chance in der Innenverteidigung erhält.

Nach einem durchaus vielversprechenden Saisonstart, als Hernandez hinten links den verletzten Alphonso Davies ersetzt hat, droht dem 24-jährigen erneut eine Rolle als Edeljoker.

Hernandez muss ruhiger und abgeklärter werden

Wie „SPORT1“-Reporter Florian Plettenberg berichtet, liegt der Hauptgrund warum Hansi Flick derzeit nicht auf Hernandez setzt in dessen Spielweise. Der Franzose ist bekannt dafür sehr physisch zu spielen und seinen Körper einzusetzen, gerne auch mal über die Grenzen des erlaubten.

Laut Plettenberg ist dies „zu ungestüm und zu wild“ und zu Wild für die Bayern. Zudem hat der Defensiv-Allrounder Probleme im Spielaufbau, auch im direkten Vergleich mit Alaba, Süle und Boateng. Flick legt sehr großen Wert auf eine geordneten und ruhigen Spielaufbau aus der Defensive heraus.

Das vermeintliche größte Problem: Als Linksfuß ist David Alaba im Abwehrzentrum bei Flick gesetzt. Sämtlichen Experimente mit Hernandez und Alaba, d.h. zwei Linksfüßen, in der Innenverteidigung haben nicht wirklich geklappt. Heißt im Klartext: Solange der Österreicher für die Bayern spielt, hat Hernandez einen schweren Stand. Dies könnte sich ab der kommenden Saison jedoch schlagartig ändern, sollte Alaba den Rekordmeister verlassen.

Flick stärkt Hernandez den Rücken

Flick selbst hat Hernandez am Dienstag öffentlich noch den Rücken gestärkt: „Lucas ist ein wichtiger Spieler für uns und hat gezeigt, welche Qualitäten er hat. Jeder Spieler hat nur dann Probleme, wenn er nicht die nötige Professionalität an den Tag legt. Damit habe ich momentan keine Probleme, jeder versucht, jeden Tag besser zu werden“.

Der 55-jährige nannte jedoch keine konkreten Gründe, warum der Franzose derzeit keine Einsatzzeiten erhält.