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Rummenigge kritisiert die Super League deutlich: „Wir müssen das vermeiden!“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: imago images

Mit der gestrigen Stellungnahme hat der FC Bayern eine Teilnahme an der Super League abgelehnt und sich deutlich zur UEFA und Champions League bekannt. Die Worte von Klubchef Karl-Heinz Rummenigge fielen dennoch gemäßigt aus. Am heutigen Dienstag legte der 65-jähirge nach und zeigte sich diesmal deutlich kritischer.



Rummenigge äußerte sich im Gespräch mit der italienischen „Corriere della Sera“ zur ESL und kritisierte diese deutlich schärfer als noch am Vortag: „Die Super League schadet dem gesamten europäischen Fußball. Und das müssen wir vermeiden!“

Der FCB-Vorstandsboss machte zudem deutlich, dass die ESL der falsche Weg sei die aktuellen Herausforderungen im Fußball zu lösen: „Mit der Super League versuchen die Vereine, das Problem der Verschuldung zu lösen, das sich mit der Pandemie verschlimmert hat. Aber der Weg kann nicht sein, immer mehr zu kassieren und Spielern und Beratern immer mehr zu bezahlen.“

„Wir sind nicht dabei, weil wir nicht dabei sein wollen“

Zudem stellte Rummenigge klar, dass die Bayern sich proaktiv gegen eine Teilnahme ausgesprochen haben: „Wir sind nicht dabei, weil wir nicht dabei sein wollen.“ Der FCB-Chef macht jedoch kein Geheimnis daraus, dass es schon längere Zeit Pläne zur Gründung einer Super League gab: „Wir haben 10 Jahre lang darüber gesprochen, aber wir haben immer beschlossen, das bestehende Modell beizubehalten. Dann hat Covid den gesamten europäischen Fußball beschädigt, insbesondere die großen Vereine. Einige Vereine hielten es für den richtigen Zeitpunkt eine Super League zu gründen. Nun hat ein großes Durcheinander begonnen.“

Florentino Perez hatte gestern betont, dass die ESL bisher mit keinem deutschen Klub gesprochen hat, auch nicht mit den Bayern. Der „Spiegel“ hat jedoch entsprechende Dokumente enthüllt, in denen sie zu sehen ist, dass die Münchner als Gründungsmitglied eingeplant waren. Gemeinsam mit Borussia Dortmund und PSG.. Auch die beiden Klubs haben sich gestern deutlich gegen die ESL ausgesprochen.

Rummenigge hofft auf eine Lösung mit den ESL-Klubs

Rummenigge hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die ESL niemals realisiert wird: „Jetzt ist es wichtig, einen bestimmten Dialog wieder aufzunehmen. Ich hoffe, noch eine Lösung zu finden.“ Dies wird aus Sicht des 65-jährigen jedoch nur geschehen, wenn man nicht nur die Einnahmenseite steigern möchte, sondern auch die Kosten optimiert: „Die Lösung besteht darin, die Kosten zu senken.“