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Kurios: Mutter von Upamecano verhinderte 2016 einen Wechsel zum FC Bayern

Dayot Upamecano
Foto: imago images

Dayot Upamecano wird im Sommer für 40 Millionen Euro von RB Leipzig zum FC Bayern München wechseln. Dabei hätte der Verteidiger schon zu Beginn seiner Karriere zum deutschen Rekordmeister transferieren können, wie er nun im Interview mit dem Kicker verriet.



Ralf Rangnick lockte den Franzose im Frühjahr 2015 persönlich vom FC Valenciennes zu RB Salzburg. Für den damals 16-Jährigen war es „der wichtigste Moment in meiner Laufbahn. Für meine Familie und mich war danach klar: Es wird kein einfacher Schritt, aber es ist vielleicht der Schlüssel für meine Karriere“, erinnerte sich Upamecano.

Mutter legte Veto ein

Nur wenigen ist bekannt, dass der Innenverteidiger schon damals auch die Möglichkeit hatte zum FC Bayern zu wechseln. Der Transfer scheiterte allerdings an der Mutter des Youngsters, die ihr Veto einlegte und ihm zu einem Wechsel nach Salzburg riet.

„Mütter passen eben gut auf ihre Kinder auf“, verriet Upamecano schmunzelnd. „Mit 16 weiß man nicht, wo man wirklich steht. Als damals die Anfrage von Bayern München kam, war das sehr verlockend und bereitete mir schlaflose Nächte.“

Eine durchaus nachvollziehbare Reaktion für ein junges Fußballtalent. Schlussendlich sorgte seine Mutter durch ihre Entscheidung aber dafür, dass sich der Franzose Schritt für Schritt nach oben arbeiten musste. „Ich wollte auf dem kürzesten Weg nach oben, aber meine Mutter sagte: Nein, sammle erst einmal Erfahrungen, dann kannst du das große Ding immer noch machen“, verriet der Abwehrspieler.

Umwege über Salzburg und Leipzig

Statt Geld entschieden dadurch die Entwicklungschancen über die Zukunft Upamecanos, der zurückblickend dankbar für das Machtwort seiner Mutter ist.

„Damals war es schwer, das zu akzeptieren, aber im Nachhinein gebe ich ihr komplett recht. Mein bisheriger Weg war der richtige“, resümierte er gegenüber dem Kicker. „Ich glaube, dass es sich ausgezahlt hat, dass ich in Liefering, Salzburg und Leipzig meine Erfahrungen machen und mich schrittweise auf einem immer höheren Niveau durchsetzen konnte.“

Die Karriere des 22-Jährigen verlief nach eineinhalb Jahren bei RB Salzburg und viereinhalb Jahren in Leipzig bisher mehr als mustergültig. Nun kommt Upamecano dort an, wo er schon als 16-Jähriger hin wollte: Bei Bayern München und damit ganz oben in der Fußball-Branche.

Sollte es Upamecano gelingen, sich nun beim deutschen Rekordmeister durchzusetzen, steht seiner Zukunft als Weltklasse-Verteidiger nichts mehr im Weg.
Ob das auch so gelaufen wäre, wenn er bereits als Teenager nach München gekommen wäre, ist unklar. Zuletzt konnte sich kaum ein Nachwuchsspieler in Bayerns Bundesliga-Mannschaft durchsetzen.