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Stoiber erhöht Druck auf Nagelsmann: “Es sollen wieder mehr Spieler wie Musiala kommen”

Julian Nagelsmann
Foto: imago images

Edmund Stoiber war als Mitglied des Aufsichtsrats des FC Bayern Teil des Gremiums, das über die Verpflichtung von Julian Nagelsmann entschieden hat. Nun formulierte Bayerns ehemaliger Ministerpräsident im Interview mit der Münchner Abendzeitung die genauen Erwartungen an den neuen Trainer.



Die öffentliche Auseinandersetzung um die Vertragsauflösung von Hansi Flick sei für den gesamten Verein sehr „ungewohnt und emotional“ gewesen, erklärte Stoiber. Daher lautet sein Fazit nun: „Ende gut, alles gut.“ Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der 79-Jährige durchaus zufrieden mit dem Nachfolger von Erfolgstrainer Flick ist. Nagelsmann wird zur neuen Saison die Zügel des deutschen Rekordmeisters übernehmen und mit bis zu 25 Millionen Euro der teuerste Trainer aller Zeiten werden.

Die Begeisterung Stoibers, über die Verpflichtung des Coaches von Ligakonkurrent RB Leipzig, ist deutlich erkennbar. „Julian Nagelsmann ist ein großartiger Trainer, der auch mit vollem Herzen und all seinen Fähigkeiten bei seinem Lieblingsklub dabei ist“, schwärmte der frühere bayerische Ministerpräsident. Als Mitglied des Aufsichtsrats musste auch er sein Einverständnis zum Wechsel des 33-Jährigen geben.

Hoffnung auf “neuen Musialas”

Die Erwartungen, die der FC Bayern an Nagelsmann stellt, sind ebenso wie die Anforderungen, immens. „Es sind natürlich auch große Zukunftserwartungen an ihn gerichtet, gerade im Hinblick auf die Nachwuchsarbeit, sozusagen wieder mehrere Musialas zu bekommen“, erklärte Stoiber.

Den Abschied von Hansi Flick, der die Säbener Straße nach einer äußerst erfolgreichen Zeit verlassen wird, kommentierte Stoiber ebenfalls.
Der ehemalige CSU-Vorsitzende ist dem FC Bayern seit jeher eng verbunden und bezichnete Flick als „erfolgreichsten Trainer in der über einhundertzwanzigjährigen Geschichte des FC Bayern München, was ich so nicht erwartet habe“.

Flick-Rückkehr zum DFB?

Ob ein Versuch stattgefunden habe, Flick umzustimmen, wollte Stoiber nicht bestätigen: „Es hat sich halt so ergeben. Hansi Flick wird immer mit dem FC Bayern verbunden bleiben als extrem erfolgreicher und sympathischer Trainer.“

Eine zukünftige Anstellung als Bundestrainer würde Stoiber zudem „nicht überraschen“. Der Triple-Trainer gilt als heißer Favorit auf die Nachfolge von Joachim Löw, der sein Amt nach der Fußball-Europameisterschaft im Sommer niederlegen wird. „Hansi Flick hat schon 2014 bei der Weltmeisterschaft als Löws Co-Trainer seine Qualität bewiesen. Bundestrainer zu werden, ist für ihn wohl deshalb auch eine große Chance.“