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Hausdurchsuchung beim FC Bayern? Darum waren Steuerfahnder an der Säbener Straße

FC Bayern
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Aktuellen Medienberichten zufolge hat der FC Bayern gestern Besuch von der Staatsanwaltschaft Mannheim erhalten. Demnach wurde die Geschäftsstelle der Münchner an der Säbener Straße untersucht.



Wie die „BILD Zeitung“ berichtet, tauchten am Mittwochmorgen zehn Ermittler der Staatsanwaltschaft Mannheim unerwartet vor der Geschäftsstelle des FC Bayern auf. Der FC Hollywood wird seinem Namen in diesem speziellen Zusammenhang aber glücklicherweise nicht gerecht. Ziel der Ermittler ist nämlich nicht die FC Bayern München AG, sondern „Viagogo“. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, dass als Zwischenhändler und Vermittler von Eintrittskarten von sich reden gemacht hat. Jahrelang hatte die Firma in Zusammenarbeit mit mehreren Bundesligisten, darunter auch der FCB, Stadiontickets zu teils horrenden Preisen über ihre Online-Plattform verkauf. Dies bewog den FC Bayern dazu die Zusammenarbeit nach kurzer Zeit aufzukündigen und einen eigenen Zweitmarkt für Eintrittskarten mit fairen Preisen ins Leben zu rufen.

Die Bayern agieren nur als Zeugen

Die ermittelnden Behörden befragten lediglich einige Führungskräfte und Vorstandsmitglieder des FC Bayern und glichen vorhandene Daten ab. Viagogo wird nämlich der Steuerhinterziehung bezichtigt. Auf Anfrage der „BILD Zeitung“ äußerte sich die Führungsriege der Münchner in Bezug auf die Rolle FC Bayern eindeutig und räumt damit jegliche Spekulationen in eine andere Richtung aus: „Bei den Untersuchungen, die die Staatsanwaltschaft Mannheim zusammen mit der Steuerfahndung bei der FC Bayern München AG – offenbar wie bei vielen anderen Fußball-Clubs – durchführt, sind weder der FC Bayern München, noch eine seiner handelnden oder früher handelnden Personen, noch eine übergeordnete Fußballorganisation oder ein Fußballverband Gegenstand der Ermittlungen. Vielmehr kommen diese lediglich als Zeugen im Zuge von Ermittlungen gegen ein drittes Unternehmen in Betracht.“