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„Wie Sherlock Holmes und Dr. Watson“ – Hainer schwärmt von Salihamidzic und Neppe

Marco Neppe und Hasan Salihamidzic
Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat mit den Verpflichtungen von Sadio Mané, Matthijs de Ligt & Co. einen beeindrucken Transfer-Sommer hinter sich. Auch wenn dieser offiziell noch nicht beendet ist, wird sich in den verbliebenen knapp zwei Wochen in Sachen Neuzugänge kaum noch etwas tun in München. Nicht nur die FCB-Fans sind von den Neuzugängen begeistert, auch Präsident Herbert Hainer ist zufrieden. Der 68-Jährige hat nun die Arbeit von Hasan Salihamidzic Bayerns Technischen Direktor Marco Neppe geadelt.



Sportvorstand Hasan Salihamidzic wird schon seit Wochen mit Komplimenten überhäuft, der 45-Jährige hat vermutlich die beste Wechselperiode absolviert, seit dem er die sportliche Leitung beim Rekordmeister im Sommer 2017 übernommen hat. Neben den großen Namen, welche die Bayern nach München locken konnten, sprechen auch die finanziellen Zahlen für Salihamidzic.

Die Bayern haben es geschafft ihren Kader sowohl qualitativ als auch quantitativ zu verbessern und unter dem Strich dafür nur knapp 40 Millionen Euro auszugeben, wenn man die Ein- und Ausgaben betrachtet. Durch den Verkauf weiterer Spieler (Zirkzee, Sarr oder Fein) kann sich das Transferminus sogar noch verringern.

Salihamidzic und Neppe – Ein Kongeniales Duo

Auch wenn Salihamidzic öffentlich für die Transfererfolge gefeiert wird, gibt es mit Marco Neppe eine weitere Person die maßgeblich daran beteiligt ist. Der Technische Direktor der Münchner ist die rechte Hand von Salihamidzic. Der ehemalige Drittliga-Profi ist kein großer Freund von medialen Auftritten und arbeitet lieber im Hintergrund. Dennoch wird seine Arbeit in München wertgeschätzt, nicht nur von Salihamidzic.

Laut Präsident Herbert Hainer ergänzen sich Neppe und Salihamidzic perfekt: „Man könnte fast sagen, es ist wie bei Sherlock Holmes und Dr. Watson, die immer auf der Suche sind und die richtigen Schlüsse ziehen. Marco macht die Analyse, Hasan hat unheimlich viel Erfahrung in dieser Branche und im Umgang mit Spielern. Er weiß, wie es in einer Kabine zugeht, was man als Spieler so fühlt“, erklärte dieser im Gespräch mit der „Abendzeitung München“.

Nicht nur Salihamidzic und Neppe funktionieren als Duo sehr gut, auch die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam um Chefcoach Julian Nagelsmann ist ein Grund dafür, warum der FCB zuletzt einen beeindruckenden Lauf auf dem Transfermarkt hingelegt hat: „Dieses Jahr sind wir langfristiger und strukturierter an die Transferpolitik herangegangen. Wir saßen schon vor Monaten zusammen und haben analysiert, was wir brauchen und wer auf dem Markt ist“ machte Hainer deutlich.

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32 Comments
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So ein Stuss dieser Bericht! Bis jetzt spielt von den Neuzugängen doch nur Mane.
Bei den anderen gilt abzuwarten wie sie letztendlich einschlagen und ob sie das tun.
Immer diese Vorschusslorbeeren. Und Neppe und Salihamidzic machen nichts anderes als die anderen Verantwortlichen aller Bundesligaclubs – nur mit wesentlich mehr Geld in der Hinterhand und einem größeren Namen.

Servas CM. Die Lorbeeren für Brazzo passen sicherlich noch nicht auf seinen Kopf. Was Neffe angeht, hält er sich wirklich außerordentlich im Hintergrund. Natürlich kann man mit dem Budget vom FCB einkaufen wo man will!?
Allerdings vergisst du, das sich die komplette Startelf von Bayern( bis auf Pavard ) mindestens für 3-4 weitere Jahre für den Klub entschieden haben. Alle Neuzugänge haben das sicherlich auch erkannt. Anders kann ich es mir nicht erklären, das so viele neue junge Spieler zum FCB gekommen sind. Die Planung, die dahinter steckt, wird sicherlich den Fußball in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.

klar wird dieser Transfersommer die Zukunft massgeblich beeinflussen, denn es wurde eine halbe Milliarde Ablösen und Gehälter angelegt.

die Frage ist, ob positiv oder negativ

und nach der Anfangseuphorie sieht man jetzt zu wenig von DeLigt und Co auf dem Platz

deshalb lieber abwarten statt Sprüche klopfen

Denke positiv-FC Bayern, wirste sehen, ob es in allen Vereinen passt, ist immer ein???

Gravenberch, Mazraoui, Tel und De Ligt sind Investitionen für die Zukunft. Die Spieler sind jung und haben lange Vertragslaufzeiten. Der FCB hat es dieses Jahr ähnlich gemacht wie Real, dort wurden auch mit Camavinga und Tchouameni Spieler verpflichtet, die bislang noch kaum zum Einsatz kommen, aber auch hier wurde in die Zukunft investiert.

Da kann ich dir nicht recht geben.
De Ligt würde als Abwehrchef geholt und man bezahlt sicher nicht soviel Geld für jemanden der mal in der Zukunft spielen soll.
Ich weiß nicht was das soll, dass die sich gegenseitig mit Lob überschütten, aber ich finde es eher peinlich.

Gebe ich Dir vollkommen Recht! Zumindest DeLigt und Mazraoui sind doch mit dem Anspruch gekommen ab sofort Stammspieler zu sein.

Dieses gegenseitig mit Lob überschütten ist reine Taktik, wie es ja auch in normalen Wirtschaftsunternehmen normal ist. Motto „Mal alle her schauen was wir für ein leistungsstarkes Führungsteam sind.“ Man will ja wieder gewählt werden bzw. den hochdotierten vertrag verlängert haben.

Richtig, MdL wurde aufgrund dringender Vakanz und teils desolater Abwehrleistung in der letzten Saison als Stammspieler und Abwehrchef verpflichtet – und nicht als Tauchsieder für Upamecano oder Hernandez.

Die Aussagen von Herrn Hainer sehe ich eher mit politischem Hintergrund.

Einerseits positioniert er Salihamidzic, der zurecht lange Zeit sehr kritisch gesehen wurde, für die anstehenden Vertragsverlängerung. Ein starker Transfersommer täuscht nicht über vier dürftige hinweg. Möglich, dass noch nicht alle internen Kritiker vollends überzeugt sind.

Andererseits schwingen sowohl die sportlich enttäuschende letzte Saison als auch die desaströse JHV und v.a. das nach wie vor offene Thema Katar Sponsoring noch nach. Beides geht in Richtung Hainer selbst, der ja mit erneuter Kandidatur im Oktober liebäugelt. Als erfahrener Manager nutzt er da geschickt den medialen Rückenwind aus dem guten Feedback zum bisherigen Transfersommer um von anderen Schmerzpunkte abzulenken.

servus beieinander,

CM hat die Situation richtig beschrieben, lediglich Manehat sich bisher als echte Verstärkung erwiesen, beim Rest heißt es mal abwarten was draus wird.
Und über die Rolle von Hasan Salihamidzic beim Theater um Robert Lewandowski sollte man eher die Mantel des Schweigens breiten.
Bei den Verkäufen ist er gerade dabei seine eigenen Einkäufe wieder an den Mann zu bringen.
Da sind aber noch mindestens 2 in Kader die er schnellstens los werden sollte, nämlich Bouna Sarr und Leroy Sane
, beide zusammen mindestens 70 Mio. plus Gehalt.
Aber da Herr Heiner ja selbst zur Wiederwahl ansteht, wird es sich hier keine „Baustelle“ aufmachen.

Da bin ich mal auf die nächste Hauptversammlung gespannt.

Kompliment für die gute Analyse @ Hans

Achtung-Sané ist gut, der wird noch besser,
dein Urteile???

Prinzipiell hast du recht. Ist mir auch unverständlich, wieso auf fundierte kritische Einwände immer mit Dislikes reagiert wird. Fast wie im Kindergarten, wo man sich seine Traumwelt malt.

Allerdings sind für mich mindestens drei Neuzugänge unzweifelhafte Verstärkungen: Mané, Gravenberch und Tel.
Hinzu kommen Sabitzer und Upamecano als Quasi-Neuzugänge.

Halte es für wahrscheinlich, dass de Ligt auch noch wichtig wird. Und bei Mazraoui immerhin für möglich. Aber selbst wenn man Letzteren überschätzt hätte, wäre das kein Beinbruch. Hat schließlich keine Ablöse gekostet.

Das mit den Dislikes hat wohl den Grund, dass die Fanboys im Gegensatz zu den kritischen Fans jegliches Hinterfragen als Nestbeschmutzung und Blasphemie gegen Funktionäre des eigenen Vereins sehen. Ist sicher keine exklusive Eigenart einiger weniger in der Runde hier, sondern in allen Foren und Austauschplattformen zu beobachten.

Last edited 1 Monat zuvor by Dosenravioli

Verstehe das Jubilieren auch nicht so ganz.
Bayern hat halt viel mehr (selbstverdienstes) Geld als jeder andere Bundesligist und kann daher Spieler ganz anderer Qualität einkaufen als die anderen. Da ist die Meisterschaft doch fast Pflicht.

Was ich aber ehrlich bewundere ist der Mut beim DeLigt-Transfer: Die riesige Ablöse rechtfertigt sich ja nicht durch seine durchwachsenen Leistungen der letzten beiden Jahre bei Juve sondern durch das, was er vor einigen Jahre bei Ajax angedeutet hat, was er mal werden könnte.
Mane hat man sein bisheriges Gehalt fast verdoppelt + sein bisheriger Verein Liverpool wollte ihn abgeben, weil sie Geld für den Nunez-Transfer generieren wollten + bei PSG hätte er sich irgendwo hinter Mbappe, Neymar einreihen müssen, vermutlich war dieser Transfer mit der leichteste.

Ich bin von der Arbeit von Kahn und Salihamidzic nach wie vor nicht komplett überzeugt. Aber die diesjährigen Transfers waren wirklich gut. Vor allem hat man mit ihnen die Kaderqualität in der Breite verbessert. Man kann auf allen Positionen fast gleichwertig wechseln. Das zum Beispiel Mazraoui und de Ligt nicht spielen liegt an der starken Leistungssteigerung von Upamecano und Pavard und nicht an mangelnder Qualität.

Hallo,

brauchts ja nicht zu antworten, wenn´s Stuss ist, ihrer Meinung?

Das ist eine wahnsinnige Arbeit dies gut und richtig zu vollziehen, unerfahrener junger Mensch?
Wissen sie überhaupt was da gemacht wird, haben sie Management studiert?, Antwort-nein!!!
Leicht ist dies nicht, denn man kann 20 Spieler kaufen und keiner passt in die Mannschaft, ob teuer oder günstig!

Man muß zugeben diese Saison haben sie „alle zusammen“ gut eingekauft,- eine Klasse Leistung!
Die 11te Meisterschaft werden sie wohl wieder gewinnen,
Pokal und CL. gillt abwarten, wie weit sie kommen?
Jetzt allen Sportfans und dem FC Bayern ein gutes gelingen!

„Sieg in Bochum MORGEN -Tabellenführer!“

Unentschieden reicht,
da der BVB zu Hause in den letzten 4 Minuten verloren hat,
nach einer 2:0 Führung, noch 2:3!!

Unentschieden reicht nicht. Hier muss ein klarer Sieg her. Damit irgendwelche Ambitionen von Aki und Konsorten von vornherein unterbunden werden.

War doch nur um ein paar zu reizen, natürlich gewinnen sie,
hatte mein Tipp schon abgegeben-1:3,
steht doch schon oben drüber Junge.

Das hier immer von Transferminus gesprochen wird. Das ist bloß die Cashseite des so oft zitierten Festgeldkontos. Unterm Strich macht Bayern aber ein Transfergewinn wenn man sich das in Bilanz und GuV mal ansieht.

lieber Marius, ich hab jetzt die Zahlen nicht ganz genau im Kopf, aber wenn ich 120 Mio. ausgebe für neue Spieler und für Spieler, die weggehen 100 Mio, einnehme, dann ergibt das nach Adam Riese ein Transferminus von 20 Mio.
Ohne wenn und aber. Das steht auch so in der GuV. In der Bilanz steht dann der Spielerwert, welcher (ähnlich wie Immobilien etc..) abgeschrieben werden kann. Die Abschreibung wiederum muß auch erst verdient werden, wirkt sich auf den Gewinn aus, jedoch nicht auf die Liquidität u.s.w.. auch die Frage steht im Raum, ob das von dir zitierte Festgeldkonto noch eine andere Seite als die Cashseite (was ist das überhaupt?) hat.
Wenn Du dich also wieder mal berufen fühlst, solche trolligen Kommentare zu schreiben, dann geh erst mal zur Volkshochschule, da gibt es entsprechende Schnelleinsteigerkurse.

naja, es ist nicht falsch was er ausdrücken will

Bayern hat Transferminus, macht aber Bilanzgewinn

und Nianzou zB stand ja sicher nicht mit 16 Mio drin, es kann also sein dass auch die Transferaktivitäten isoliert betrachtet einen Gewinn ergeben, trotz minus 20 Cash

Genau. Viel wichtiger ist auf lange Frist der Anstieg der Gehaltskosten. Der Zuwachs bei Trikotverkäufen und Merchandising.
Noch wichtiger sind Titel. Ein Halbfinale CL bringt richtig fette Kohle. Finale und Titel dann nochmal verdoppelt.

Wenn sich jetzt rausstellt, dass durch Typen wie Sané, Choupo, Müller und Kimmich der Teamspirit energiegeladen ist und vorher durch Lewandowski etwas auf Sparflamme, dann ist das ein ROI, den man gar nicht beziffern kann.

ist ja kein Widerspruch. logischerweise stand Nianzou z.B. nicht mit 16 Mio.drin, wenn er seinerzeit ablösefrei war. Selbst bei einer Ablöse, wäre er wegen der Abschreibungen nicht mehr mit dieser Summe drin. Aber das immer angesprochene Transferminus oder -überschuß bezieht sich jeweils auf die Zu- und Abgänge innerhalb eines Transferfensters, was bezahlt oder eingenommen wurde.
Und das immer wieder angeführte Festgeld ist Teil des Eigenkapitals, aus welchem Transfers und sonstige Investitionen getätigt werden.
Und bzgl. der Gehaltskosten, Prämien u.s.w. gehe ich davon aus, dass die Verantwortlichen entsprechende Einnahmen aus Sponsoring, Merchandising, TV-Rechte, Eintrittsgelder etc.generiert und kalkuliert haben, daß unterm Strich auch die nächsten Jahre ein ansprechender Gewinn verbleibt, um sich weiter wirtschaftlich zu stärken.
Thema beendet

Es ist langsam nervig, dass jeder fundierte Einwand mit Dislikes zugeschüttet wird, wenn er mal nicht jubiliert. Wie schrieb jemand weiter vorn richtig: „Fast wie im Kindergarten, wo man sich seine Traumwelt malt.“

Hallo Südstern, ich gebe dir recht, dass es ein Transferminus im Sinne des Cash oder des Bankkontos ist. Aber da die Spieler, wie du selbst sagst, als Anlage über die Bilanz eingetragen werden, werden sie auch wie ein Anlagevermögen abgeschrieben. Diese Abschreibung geht in die GuV. Kaufst du deLigt für 60Mio und gibst ihm einen 5 Jahresvertrag, fallen in der GuV nur 12Mio negativ an. Die 42 Mio für Lewa sind aber direkt ein Ertrag in der GuV. Alle Käufe und Verkäufe gegeneinander gerechnet, machen wir einen Bilanzgewinn und einen Gewinn in der GuV. Nur unser Bankkonto geht runter. Das sollte mit Abgang Zirkzee aber auch ausgeglichen sein.

wenn ich mal einen neuen Buchhalter brauche, dann stelle ich Dich ein, um meine Gewinne zu maximieren…

Liquidität und Bilanz war seit den 70ern noch nie das Problem. Mich überzeugt die diesjährige Leistung eher im Verkauf. Die Vertragsverlängerungen waren sehr wichtig, aber auch sehr teuer! Ob Gravenberch und/oder Tel einschlagen muss man abwarten. DeLigt wird die Defensive stabilisieren und JK absichern nach hinten. Für mich der wichtigste Transfer… Mane‘ wird/kann Lewa nicht ersetzen, unser Offensivspiel ist nun jedoch variabler!

eher wie Stan Laurel und Oliver Hardy

Ganz ehrlich, den Job kann jeder machen mit dem Geld zur Verfügung.
Für deren Gehalt könnte man zudem ein ganzes Analyseteam einstellen und noch vernünftig bezahlen, was vielfach erfolgreicher wäre…

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.