Auch wenn Uli Hoeneß keine operative Funktion mehr beim FC Bayern bekleidet, hat dessen Wort durchaus noch Gewicht an der Säbener Straße. Der 70-Jährige hat sich nun in die anhaltende Stürmer-Debatte beim FC Bayern eingeschaltet und deutlich gemacht, dass den Münchnern ein “echter Neuner” fehlt.
Während die Bayern-Bosse nach wie vor davon überzeugt sind, dass man in der Offensive sehr gut besetzt ist und keinen klassischen Mittelstürmer a a la Robert Lewandowski benötigt, hat Ehrenpräsident Uli Hoeneß eine andere Meinung: “Eines ist ganz sicher: Ich glaube, dass uns ein Neuner fehlt”, betonte dieser in der “BR”-Sendung “Der Sonntagsstammtisch”.
“Haben derzeit nicht den Knipser”
Hoeneß ist überzeugt davon, dass ein echter Neuner den Bayern sehr gut tun würde: “Es war eine schwierige Entscheidung, Robert abzugeben, mit dem Risiko, dass man gewisse Tore nicht macht – so wie Modeste ein Meter vor dem Tor. Dort steht normal der Mittelstürmer, der Knipser, den haben wir zurzeit leider nicht.”
Laut dem langjährigen Bayern-Manager hatten die Münchner in der abgelaufenen Transferperiode schlichtweg nicht mehr das nötige Kleingeld, um einen Stürmer um verpflichten: “Wenn man einen Top-Mittelstürmer geholt hätte, hätte man richtig hinlangen müssen.”
Die Bayern werden schon seit Wochen mit zahlreichen Stürmern in Verbindung gebracht. Vor allem Harry Kane von den Tottenham Hotspur soll beim FCB ganz weit oben auf der Wunschliste stehen. Dem Vernehmen nach sondieren die Verantwortlichen an der Isar aktiv den Transfermarkt und halten sich die Option offen, im Sommer 2023 einen neuen Mittelstürmer zu verpflichten.

