Während die Nationalspieler auf Reisen sind, wird an der Säbener Straße trotzdem gearbeitet. Ein junger Spieler nutzt die Pause für eine freiwillige Einheit – mit einem klaren Ziel.
Jonas Urbig verzichtete am Dienstag auf seinen Urlaub und absolvierte stattdessen ein Sondertraining mit den Torwarttrainern Michael Rechner und Andreas Rössl. Wie die BILD beobachtete, war der 22-Jährige der einzige Akteur auf dem Trainingsplatz – Kompany hatte eigentlich allen Nicht-Nationalspielern für diese Woche freigegeben.
Jonas Urbig completed a goalkeeping session today with coaches Michael Rechner and Andreas Rössl, while the rest of the non-international players have the week off [📸 @BILD] pic.twitter.com/0Cek0aKAaU
— Bayern & Germany (@iMiaSanMia) November 10, 2025
Der Nachwuchskeeper verfolgt damit offenbar ein klares Ziel. Bereits in der vergangenen Saison kam er zu ersten Einsätzen und will sich für weitere empfehlen. Im Umfeld des Vereins wird zunehmend darüber diskutiert, ob Stammkeeper Manuel Neuer dauerhaft alle Partien bestreiten sollte. Nach einem Patzer gegen Union Berlin wurde öffentlich über mögliche Pausen für den Routinier nachgedacht.
Nächste Chance für Urbig gegen St. Pauli?
„So ein Spiel wie bei Union wäre auch mal ein richtiger Zeitpunkt für Regeneration gewesen. Dann lässt man halt Urbig spielen.“ Mit diesen Worten sprach sich Oliver Kahn für mehr Ruhephasen für den 39-Jährigen aus. Neuers Alter sei laut Kahn ein wichtiger Faktor: „Es ist etwas anderes, als wenn du 25 oder 35, 38 oder 40 bist. Das dauert von der Erholungszeit länger.“
Urbigs Chancen auf Spielzeit könnten in den kommenden Wochen steigen. Schon vor Saisonbeginn war ihm eine gewisse Einsatzquote zugesichert worden. Wie die BILD mutmaßte, gelten die Partien gegen St. Pauli am 29. November und gegen Mainz am 14. Dezember als mögliche Termine für eine Rotation im Tor.
Mit seiner freiwilligen Einheit hat der 22-Jährige nun ein Ausrufezeichen gesetzt – in einer Woche, in der er genauso gut am Strand hätte liegen können. Der ehemalige Kölner will sich in Stellung bringen, um seinen Anspruch auf die Neuer-Nachfolge zu untermauern.
