Schlüsselfigur im Vertragspoker: Kompany gibt Ausschlag bei Upamecano

Vjekoslav Keskic

Vincent Kompany wird zum Schlüssel im Upamecano-Poker. Wie nun bekannt wurde, hat der Bayern-Trainer den Abwehrchef von einer Zukunft in München überzeugt.

Der zähe Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Dayot Upamecano steuert auf sein Ende zu. Die Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags steht unmittelbar bevor, einzig die formelle Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier fehlt noch. Doch während zuletzt viel über Zahlen, Klauseln und Handgeld gesprochen wurde, rückt nun immer deutlicher ein anderer Faktor in den Mittelpunkt: Vincent Kompany.

Wie die BILD berichtet, hat sich der Bayern-Trainer hat sich in den vergangenen Wochen zur entscheidenden Figur im Poker um den französischen Nationalspieler entwickelt. Laut dem Blatt war es vor allem Kompanys persönliche Überzeugungsarbeit, die bei Upamecano letztlich den Ausschlag gegeben hat.

Kompany macht Upamecano zum Abwehrchef

Dayot Upamecano, Vincent Kompany
Foto: IMAGO

Nach Informationen der BILD hat Kompany zuletzt noch einmal das direkte Gespräch mit Upamecano gesucht. Der Belgier machte dabei unmissverständlich klar, wie wichtig der 27-Jährige für seine sportlichen Pläne ist. Unter Kompany ist Upamecano klar gesetzt, agiert als Abwehrchef und übernimmt eine Führungsrolle im Defensivverbund des Rekordmeisters.

Diese Wertschätzung ist kein Lippenbekenntnis. Kompany arbeitet intensiv mit seinem Innenverteidiger, analysiert mit ihm Spielszenen per Video, gibt ihm im Training regelmäßig individuelle Hinweise und nutzt seine eigene Erfahrung als ehemaliger Weltklasse-Verteidiger gezielt, um Upamecano weiterzuentwickeln. Zwischen Trainer und Spieler hat sich in kurzer Zeit ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut – ein Punkt, der für Upamecano in der Entscheidungsfindung enorm wichtig war.

Ausstiegsklausel als Sicherheit – nicht als Abschiedssignal

Zwar erhält Upamecano im neuen Vertrag eine Ausstiegsklausel in Höhe von 65 Millionen Euro, die ab Sommer 2027 greift, doch diese ist nicht als Zeichen eines baldigen Abschieds zu werten. Vielmehr dient sie dem Spieler als Absicherung für die Zukunft. Entscheidend ist: Trotz konkreter Avancen von Top-Klubs wie Real Madrid oder Paris Saint-Germain entscheidet sich Upamecano bewusst für den Verbleib in München – auch, weil er unter Kompany eine klare sportliche Perspektive sieht.

Der Trainer verkörpert genau das, was Upamecano sucht: eine klare Rolle, sportliche Ambitionen auf höchstem Niveau und einen Coach, der ihm vertraut und ihn weiter formen will. Dass Kompany selbst jahrelang auf absolutem Topniveau verteidigt hat, verleiht seiner Meinung zusätzliches Gewicht.

Natürlich spielen auch die verbesserten finanziellen Rahmenbedingungen eine Rolle. Upamecano soll künftig bis zu 20 Millionen Euro inklusive Boni verdienen und erhält ein Handgeld von knapp 20 Millionen Euro. Doch intern gilt als klar: Ohne Kompanys klares Bekenntnis und dessen aktive Rolle im Poker wäre die Verlängerung längst nicht so weit.

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