Das Spiel zwischen Bayern München und Real Madrid am Mittwochabend war ein Spektakel. Mit 4:3 siegte der Rekordmeister, es war ein Fußballfest, vor allem für den neutralen Zuschauer. Streamingdienst DAZN übertrug das Spiel und musste sich viel Kritik gefallen lassen.
Und das aus verschiedenen Gründen. Schon die Vorberichterstattung wurde kritisiert. Hier wurde nach Meinung einiger Zuschauer deutlich zu viel über Manuel Neuer und die WM gesprochen und weniger über das Duell, das auf dem Programm stand.
Auch während des Spiels wurde es nicht viel besser. Vor allem die Rolle von Sami Khedira, dem Experten am Mikrofon, wurde kritisch begutachtet. Er sprach nämlich in der Schlussphase insbesondere über die aus seiner Sicht zu harte gelb-rote Karte für Eduardo Camavinga. Dass Real Madrid vorher bei zwei eigenen Toren Glück hatte, das wurde gar nicht erwähnt.
DAZN kassiert Shitstorm
Advertisements during the TIFO, no proper half time analysis and more: Football fans in Germany are furious about @DAZN pic.twitter.com/mGZ58y4lTT
— labestianegra1900 (@lbn19000) April 16, 2026
In den sozialen Medien hatten die User am Mittwochabend schon zum Rundumschlag ausgeholt. Die Tatsache, dass strittige Szenen, von denen Bayern möglicherweise hätte profitieren können, nicht wiederholt wurden, sorgte für Aufregung.
Auch die kurze Halbzeitanalyse war ein Thema. Von Analyse konnte hier nämlich keine Rede sein. „DAZN macht 8 Minuten Werbung, 1 Minute „Halbzeit Analyse“ & dann nochmal 6 Minuten Werbung und verlangt dafür massiv viel Geld“, schrieb ein User. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Kritik an DAZN. Diesmal war das Ausmaß aber besonders groß.
Bayern gegen Real. Fünf Tore in 45 Minuten.
DAZN-Halbzeitanalyse nach acht Minuten Werbung: „Wir müssen uns beeilen, wir haben nicht so viel Zeit.“
Nochmal fünf Minuten Werbung.
Was kostet das im Monat?
— Florian Groeger (@RN_Florian) April 15, 2026
Selbstverständlich wurde auch wieder eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt. Der hohe Preis des Anbieters ist vielen ein Dorn im Auge. Große Kritik äußerte auch Streamer Trymacs, was besonders hohe Wellen schlug.
Er sagte: „Das war für ein Fußballspiel die beschissenste Produktion, die ich in meinem Leben live gesehen habe.“ Andere verglichen die Übertragung mit Amazon Prime Video und waren der Meinung, dass dieser Anbieter DAZN weit voraus sei.

