Die Zukunft von Manuel Neuer beim FC Bayern bleibt eines der spannendsten Themen rund um die Säbener Straße, und nun hat sich mit Uli Hoeneß eine der prägendsten Figuren des Klubs klar positioniert.
Der Ehrenpräsident spricht sich deutlich für eine Vertragsverlängerung des 40-Jährigen aus – allerdings mit einer klar definierten Rolle: Neuer soll nicht nur weitermachen, sondern gleichzeitig als Mentor für seinen potenziellen Nachfolger Jonas Urbig fungieren.
„Wenn es nach mir geht, werden wir versuchen, ihn noch ein Jahr zu behalten und ihn zu bitten, ein Patronat für den Urbig zu machen“, erklärte Hoeneß im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“.
Der Plan dahinter ist eindeutig: Neuer soll seine enorme Erfahrung weitergeben und den Übergang im Bayern-Tor aktiv begleiten. Gleichzeitig müsste der langjährige Kapitän bereit sein, sportlich etwas kürzerzutreten. „Er müsste auf manche Spiele verzichten, damit der Jonas Nachfolger wird“, stellte Hoeneß klar.
Urbig überzeugt – aber braucht Spielzeit

Besonders interessant: Hoeneß zeigte sich rückblickend selbstkritisch. Anfangs habe er Zweifel an Jonas Urbig gehabt, inzwischen traue er dem 22-Jährigen jedoch den Sprung zur Nummer eins zu.
Entscheidend sei allerdings, dass der junge Keeper auch Spielpraxis erhält. Genau hier kommt Neuer ins Spiel – als Führungsspieler, Mentor und Übergangslösung zugleich. „Das kann er nur schaffen, wenn er spielt“, betonte Hoeneß und unterstrich damit die Bedeutung eines kontrollierten Generationswechsels.
Gute Basis im Team
Ein wichtiger Faktor für dieses Modell: Das Verhältnis zwischen Neuer und Urbig soll hervorragend sein. Laut Hoeneß „verstehen sich beide sehr, sehr gut“ – eine Voraussetzung, damit ein solcher Rollenwechsel überhaupt funktionieren kann.
Auch die Klubführung scheint grundsätzlich offen für eine Verlängerung zu sein. Intern wurde Neuer bereits signalisiert, dass man sich eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus vorstellen kann.
Neuer selbst hatte zuletzt angekündigt, zeitnah eine Entscheidung über seine Zukunft treffen zu wollen. Damit könnte schon in den kommenden Wochen Klarheit herrschen.
Die Idee von Hoeneß liefert dabei eine spannende Perspektive: Nicht entweder oder – sondern ein gemeinsamer Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Ob Neuer diesen Weg mitgeht, dürfte eine der entscheidenden Personalfragen beim FC Bayern in diesem Sommer werden.

