„Extrem großer Verlust“: Gnabry-Ausfall trübt Kimmichs Meisterlaune

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Der FC Bayern hat die Deutsche Meisterschaft perfekt gemacht und ausgelassen gefeiert – doch bei Joshua Kimmich mischte sich in die Freude auch ein ernster Unterton. Der Mittelfeldchef dachte nach dem Titelgewinn vor allem an seinen verletzten Teamkollegen Serge Gnabry.


Auf die Frage, wer aktuell für die beste Stimmung in der Kabine sorgt, musste Kimmich nicht lange überlegen. „Eigentlich der Serge“, erklärte der 31-Jährige am DAZN-Mikrofon. Doch schnell wurde deutlich, dass ihm die jüngste Verletzung des Offensivspielers sichtlich nahegeht.

Die Diagnose traf die Bayern unmittelbar vor dem Stuttgart-Spiel: Gnabry hat sich einen Ausriss der Adduktoren zugezogen und fällt für längere Zeit aus. Besonders bitter – nicht nur für den Saisonendspurt, sondern auch mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft.

Kimmich zeigte sich entsprechend betroffen. „Der fehlt uns natürlich extrem. In der Kabine, auf dem Feld – ist echt ein sehr, sehr großer Verlust. Sowohl als Fußballer als auch als Mensch“, betonte der Nationalspieler.

Mehr als nur Teamkollegen

Joshua Kimmich
Foto: Getty Images

Die Verbindung zwischen Kimmich und Gnabry geht weit über das Sportliche hinaus. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft, die sich auch abseits des Platzes zeigt – etwa, als Gnabry bei Kimmichs Hochzeit als Trauzeuge fungierte.

Umso schwerer wiegt die aktuelle Situation für den Mittelfeldspieler, der nicht nur einen wichtigen Leistungsträger, sondern auch einen engen Vertrauten vorerst verliert.

Bayern vor entscheidender Phase

Trotz des Meistertitels steht für die Münchner noch eine intensive Phase bevor. Mit dem DFB-Pokal-Halbfinale und den Champions-League-Duellen gegen Paris Saint-Germain warten weitere Schlüsselspiele.

Kimmich weiß, dass der Ausfall Gnabrys dabei schmerzt: „Der wird uns extrem wehtun, aber ich hoffe, dass wir das irgendwie aufgefangen bekommen.“

Die Worte des Bayern-Stars zeigen: Auch in Momenten des Erfolgs rückt die Mannschaft zusammen – und verliert dabei nicht den Blick für die, die gerade nicht mitfeiern können.

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