Kompany kämpft um Jackson: Kann er die Bayern-Bosse überzeugen?

Vjekoslav Keskic
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Eigentlich schien die Zukunft von Nicolas Jackson beim FC Bayern bereits geklärt. Die Münchner wollten den Leihstürmer nach Saisonende ziehen lassen – zu hoch erschien die Kaufoption, zu unklar das Gesamtpaket. Doch nun kommt Bewegung in die Personalie. Denn ausgerechnet Vincent Kompany hofft offenbar auf eine Kehrtwende.


Wie die britische Sun berichtet, ist der Bayern-Coach ein großer Bewunderer des 24-Jährigen und würde ihn gerne über den Sommer hinaus in München halten. Eine klare Ansage – vor allem vor dem Hintergrund, dass die Klubführung bislang eher auf Abschiedskurs war.

Sportlich bringt Jackson durchaus Argumente mit. In 28 Einsätzen kommt der Senegalese auf 13 Torbeteiligungen – und das bei lediglich 1061 Einsatzminuten. Eine beeindruckende Quote, die zeigt, wie effizient der Angreifer als Backup von Harry Kane agiert.

Preis bleibt größtes Problem

Trotz dieser Zahlen gibt es intern große Vorbehalte. Der Hauptgrund ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kaufoption liegt bei rund 60 Millionen Euro – eine Summe, die die Bayern derzeit nicht bereit sind zu zahlen.

Hinzu kommt das hohe Gehalt. Mit geschätzten 14 Millionen Euro jährlich gehört Jackson nicht gerade zu den günstigen Optionen für die Rolle hinter Kane.

Vor diesem Hintergrund wird nun eine alternative Lösung diskutiert. Laut dem Bericht könnte eine weitere Leihe ein realistisches Szenario sein, um Jackson vorerst beim FC Bayern zu halten.

Allerdings gibt es bislang keinerlei konkrete Gespräche – weder mit dem Spieler noch mit dem FC Chelsea. Auch Sky bestätigt, dass entsprechende Verhandlungen aktuell nicht laufen.

Bayern sucht langfristige Lösung

Nicolas Jackson
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Unabhängig von Jackson bleibt die strategische Ausrichtung der Münchner klar. Der Klub möchte die Backup-Rolle hinter Kane langfristig besetzen – idealerweise mit einem entwicklungsfähigen Spieler, der perspektivisch sogar dessen Nachfolge antreten kann.

Ob Jackson in dieses Profil passt, wird intern offenbar unterschiedlich bewertet. Während Kompany auf seine Qualitäten setzt, haben die Verantwortlichen wirtschaftliche und strategische Bedenken.

Die kommenden Wochen dürften entscheidend werden. Klar ist: Die Tür für einen Verbleib ist nicht komplett geschlossen – vor allem dank Kompany.

Ob es am Ende tatsächlich zu einer überraschenden Wende kommt oder die Bayern doch einen anderen Weg einschlagen, bleibt offen.

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