Pep Guardiola erlebte als Cheftrainer drei erfolgreiche Jahre beim FC Bayern, auch ohne den Gewinn der Champions League. Allerdings waren es auch Jahre, in denen er nicht alles bekam, was er sich gewünscht hat.
Von 2013 bis 2016 war Guardiola der starke Mann beim FC Bayern, implementierte seinen besonderen Spielstil, verlieh dem Rekordmeister eine besondere Attitüde. Dreimal gewann er die Meisterschaft, veränderte den Fußball in Deutschland maßgeblich.
Intern arbeitete man sehr gewissenhaft zusammen, allerdings ist Guardiola auch ein Perfektionist und das bekommen die Mitarbeiter und Verantwortlichen auch immer mal wieder zu spüren. Zoff gab es seinerzeit mit der medizinischen Abteilung, auch hätte sich der Katalane mitunter andere Spieler gewünscht und generell gerne mehr Transfers getätigt.
Guardiola: „Bist nur ein Teil einer bestimmten Zeit“
Doch er musste lernen, dass die Dinge in der Bundesliga und gerade auch beim FC Bayern anders laufen als bei anderen großen Teams. „In München habe ich gelernt, dass der Klub der Boss ist“, teilte Guardiola nun gegenüber Prime Video mit. Heißt im Klartext, dass er lernen musste, zu akzeptieren, dass nicht alles nach den eigenen Vorstellungen verläuft.

Zwar gab es Wunschdeals, die am Ende über die Bühne gingen, so zum Beispiel bei Thiago Alcantara, den er vehement forderte, aber insgesamt stand die Planung des Klubs über den Wünschen des Cheftrainers. „Es ist so: Der Verein wird immer bestehen bleiben und du als Trainer bist nur ein Teil einer bestimmten Zeit“, fuhr Guardiola fort.
Und: „Wenn der Klub sagt, dass du etwas zu tun hast, dann hast du das auch zu tun. Kein Zweifel. Man kann nicht sagen, dass man etwas nicht machen will. Sie sagen dir: Du machst das und dann halt bitte den Mund“, fügte er scherzhaft noch hinzu. Bei Manchester City hat er aktuell deutlich mehr Einfluss auf die Personalplanungen, vielleicht ist er auch deswegen dort deutlich länger aktiv als seinerzeit in München.



