Duo Eberl und Freund: Das sieht der Bayern-Aufsichtsrat kritisch

Sebastian Mittag
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Beim FC Bayern wird hinter den Kulissen weiter intensiv über die sportliche Führung diskutiert. Inzwischen gibt es innerhalb des Aufsichtsrats offenbar kritische Stimmen zur aktuellen Konstellation mit Max Eberl und Christoph Freund.

Nach dem Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain laufen beim FC Bayern weiterhin umfangreiche interne Analysen. Am Dienstag tagte auch der Aufsichtsrat des Rekordmeisters. Die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl soll dabei allerdings noch kein offizieller Tagesordnungspunkt gewesen sein.


Für den 52-Jährigen dürfte es demnach erst bei der nächsten Sitzung im August ernst werden. Dann soll auch das Sommer-Transferfenster in die Bewertung seiner Arbeit einfließen.

Intern wird laut dem Bericht aktuell vor allem ein Punkt kritisch gesehen: Das Profil von Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund sei sich zu ähnlich. Deshalb werde innerhalb des Vereins zunehmend die Frage gestellt, ob der FC Bayern langfristig tatsächlich beide Verantwortlichen benötige.

Demnach existieren intern bereits Gedankenspiele über alternative Strukturen innerhalb der sportlichen Führung.

Als mögliche Konstellation gilt laut der Sport BILD ein Modell, bei dem CEO Jan-Christian Dreesen künftig enger mit Christoph Freund zusammenarbeitet – falls es mit Eberl nicht weitergehen sollte.

Entscheidung wohl erst im Sommer

Konkrete Beschlüsse soll es bislang allerdings noch nicht gegeben haben. Bereits zuvor hatte SPORT1 berichtet, dass die Zukunftsfragen rund um Dreesen, Eberl und Freund auf der jüngsten Sitzung offiziell noch nicht behandelt worden seien. Die Verträge aller drei Verantwortlichen laufen derzeit bis 2027.

Laut Vereinsstatuten dürfen Verlängerungen entsprechender Verträge allerdings erst ein Jahr vor Ablauf offiziell beschlossen werden. Deshalb möchte sich der Aufsichtsrat um Herbert Hainer und Uli Hoeneß offenbar bewusst Zeit für die weiteren Entscheidungen nehmen.

Jan-Christian Dreesen
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Gerade für Max Eberl dürften die kommenden Wochen deshalb besonders wichtig werden. Der Sportvorstand arbeitet aktuell intensiv an mehreren Transferprojekten für den Sommer. Unter anderem beschäftigen sich die Bayern weiterhin mit Spielern wie Anthony Gordon, Charles De Ketelaere oder Kennet Eichhorn.

Wie erfolgreich das Transferfenster am Ende verläuft, könnte laut dem Bericht eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Eberls Arbeit spielen.

Im Mittelpunkt der jüngsten Aufsichtsratssitzung standen dem Vernehmen nach ohnehin vor allem die strategische Ausrichtung des Vereins sowie die Kaderplanung für die kommende Saison.

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