Beim FC Bayern kursiert ein prominenter Name für die Abwehr. Doch zwischen Interesse und möglichem Deal liegt offenbar eine große Hürde.
Josko Gvardiol wird rund um den Rekordmeister erneut als möglicher Kandidat gehandelt.
Konkrete Bewegung brachte zuletzt Lothar Matthäus in die Debatte. Bei Sky sagte der frühere Nationalspieler: “Ich habe da einen Spieler im Auge und ich habe gehört, dass da schon vorgefühlt wird”. Direkt danach wurde Matthäus noch deutlicher: “Ein ehemaliger Bundesliga-Spieler aus Leipzig, spielt gerade bei Manchester City, links hinten, kann auch im Zentrum spielen. Der heißt Gvardiol.”
Zuvor hatte bereits TEAMtalk von einem ersten Kontakt berichtet. Demnach sollen sich die Münchner nach der Wechselbereitschaft des 24-Jährigen erkundigt haben. Gesichert ist ein möglicher Vorstoß damit zwar nicht, mehrere Hinweise deuten aber darauf hin, dass der Name an der Säbener Straße zumindest diskutiert wird.
Sportlich wäre das Profil leicht zu erklären. Gvardiol kann links verteidigen und zugleich im Abwehrzentrum spielen. Bei Manchester City zählt er eigentlich zu den Stammspielern, seit Januar fällt der kroatische WM-Fahrer jedoch mit einem Schienbeinbruch aus. In der laufenden Premier-League-Saison steht er deshalb bislang bei 17 Einsätzen.
Gvardiola dürfte teuer für Bayern werden
Der größte Haken liegt offenbar beim Preis. Nach Informationen von SPORT1 kann sich Gvardiol einen Wechsel nach München gut vorstellen und soll einen Abschied von City bereits forcieren. Weiter heißt es in dem Bericht, dass der Linksfuß seit Kindertagen Fan des FC Bayern sei.
Entscheidend ist aber vor allem die Haltung seines Klubs. Manchester City soll für den bis 2028 gebundenen Verteidiger rund 90 Millionen Euro fordern. Eine Freigabe für weniger als 75 Millionen Euro gilt dem Bericht zufolge als nahezu ausgeschlossen. Genau an diesem Punkt wird der Fall für die Bayern kompliziert, denn ob der Klub eine solche Summe für einen Defensivspieler investieren würde, ist nach aktuellem Stand offen.

Hinzu kommt, dass auch der grundsätzliche Bedarf noch nicht eindeutig ist. Links stehen mit Alphonso Davies und Hiroki Ito zwei Optionen zur Verfügung, auch wenn beide immer wieder verletzt ausfallen. In der Mitte sind Jonathan Tah und Dayot Upamecano gesetzt, Minjae Kim gilt als Alternative und zugleich als möglicher Abschiedskandidat. Gvardiol passt damit sportlich ins Profil, der Preis könnte den Poker jedoch früh ausbremsen.

