Manuel Neuer steht überraschend wieder im WM-Kader von Julian Nagelsmann. Jetzt hat Bayern-Sportvorstand Max Eberl verraten, wie sich das DFB-Comeback des 40-Jährigen intern bereits angedeutet hatte.
Die Rückkehr von Manuel Neuer in die deutsche Nationalmannschaft sorgt weiter für Schlagzeilen. Nachdem Julian Nagelsmann den Bayern-Kapitän am Donnerstag offiziell in seinen WM-Kader berufen hatte, gewährte Max Eberl nun spannende Einblicke hinter die Kulissen.
Bei einer Veranstaltung der BILD erklärte der Bayern-Sportvorstand, dass sich die Entwicklung rund um Neuer bereits über mehrere Monate abgezeichnet habe.
Dabei stand für Eberl zunächst allerdings ausschließlich der FC Bayern im Mittelpunkt.
„Für mich war die erste Aufgabe natürlich zu entscheiden, ob der Manuel noch Lust hat, über den Sommer 2026 beim FC Bayern zu bleiben. Das ist ja im Grunde meine Hauptaufgabe, das ist auch mein Arbeitgeber“, sagte der 52-Jährige.
Demnach führten beide bereits im Januar erste Gespräche über die Zukunft. Im März habe es dann den nächsten Austausch gegeben – allerdings in einer schwierigen Phase für Neuer.
Neuer fokussierte sich auf die Topspiele
Der Weltmeister von 2014 war damals durch zwei Wadenverletzungen zurückgeworfen worden. Eberl erklärte dazu: „Auch emotional, das habe ich gemerkt.“
Neuer selbst habe den Fokus in dieser Phase komplett auf die entscheidenden Spiele des FC Bayern gelegt.
„Hör zu, wir haben jetzt die wichtigen Spiele, Real Madrid und PSG, dafür möchte ich bereit sein, dafür möchte ich fit sein und dann werden wir reden“, habe der Torhüter damals gesagt.
Vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz kam es schließlich erneut zum Gespräch zwischen beiden. Genau dort bemerkte Eberl offenbar, dass bei Neuer noch deutlich mehr im Kopf vorging.
„Manu hat eine unglaubliche Positivität ausgestrahlt, eine Lust, eine Motivation für einen 40-Jährigen. Das Alter, lass mal weg. Eine Leistung gebracht, die wirklich außergewöhnlich ist.“
Für den Bayern-Boss war spätestens da klar, dass auch das Thema Nationalmannschaft plötzlich wieder aktuell werden könnte.
„Da war mir schon klar, dass die Nationalmannschaft noch im Raum ist“, erklärte Eberl.
„Natürlich habe ich ihn auch mal gefragt“
Trotzdem wollte Neuer das Thema offenbar selbst zunächst klein halten.
„Natürlich habe ich ihn auch mal gefragt. Dann sagt er: ,Max, jetzt lass uns doch mal wegen des FC Bayern reden.‘“
Als Neuer schließlich signalisierte, seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern zu wollen, verdichteten sich die Hinweise endgültig.

„Weil ich die Motivation und die Lust spüre und noch mehr Titel gewinnen möchte“, habe Neuer laut Eberl erklärt.
Für den Sportvorstand stand damit fest, dass auch ein WM-Comeback absolut realistisch ist.
„Dann musst du auch über Manuel Neuer nachdenken bei der WM“, betonte Eberl. Schließlich habe der Bayern-Kapitän „eine herausragende Saison gespielt“ und erneut gezeigt, „was für eine Persönlichkeit er ist. Auf dem Platz und neben dem Platz.“

