Der FC Bayern hat sich mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal gesichert. Für Joshua Kimmich war der Finalsieg allerdings deutlich härter erarbeitet, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff zeigte sich der Bayern-Star vor allem emotional und hob die Bedeutung des Titels für den gesamten Verein hervor.
„Ich merke schon, wie sich der Staff, der ganze Verein, alle Mitarbeiter jeden Tag den Arsch aufreißen“, erklärte Kimmich im Gespräch mit der ARD.
Kimmich widmet den Titel dem gesamten Klub
Für den Mittelfeldchef war der Pokalsieg deshalb weit mehr als nur ein sportlicher Erfolg. „Jeder war sehr, sehr glücklich, dass wir endlich mal wieder in Berlin waren“, betonte der 31-Jährige.
Die Mannschaft habe den Titel unbedingt gewinnen wollen – „natürlich für uns selbst, für unsere Familien, aber auch für den Klub“.
Gerade nach der positiven Entwicklung der laufenden Saison sei es wichtig gewesen, „ein bisschen was zurückzugeben“, erklärte Kimmich weiter.
Trotz des deutlichen 3:0-Erfolgs zeigte sich der Nationalspieler nach Abpfiff auch selbstkritisch. „Ja, auf jeden Fall“, antwortete Kimmich auf die Frage, ob es ein Arbeitssieg gewesen sei.
Vor allem mit der Anfangsphase war der Bayern-Star nicht zufrieden. „Der VfB hat eigentlich besser ins Spiel gefunden“, analysierte er ehrlich.
Gerade in den ersten 10 bis 15 Minuten habe Stuttgart „zwei, drei gefährliche Abschlüsse“ gehabt. „Da haben wir nicht so gut ins Spiel gefunden“, räumte Kimmich ein.
Deutliche Steigerung nach der Pause

Im zweiten Durchgang sah der Mittelfeldspieler dann allerdings eine klare Leistungssteigerung seines Teams. „Die zweite Halbzeit war dann deutlich besser“, erklärte Kimmich.
Vor allem die Effizienz habe am Ende den Unterschied gemacht. „Natürlich waren wir da sehr effektiv“, so der Bayern-Star.
Neben den drei Treffern verwies er auch auf die große Chance von Konrad Laimer und sprach insgesamt von einer „sehr souveränen“ zweiten Halbzeit.
Nach dem Double-Gewinn dürfen die Bayern-Profis nun zunächst kurz durchatmen.
Für viele Münchner geht es allerdings schon bald mit der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko weiter.
Auch Joshua Kimmich wird dabei erneut eine zentrale Rolle in der deutschen Nationalmannschaft einnehmen.

