Der FC Bayern treibt die Planungen für die neue Saison weiter voran. Mit Nathaniel Brown haben die Münchner bereits eine grundsätzliche Einigung erzielt. Nun laufen die Bemühungen, auch mit Eintracht Frankfurt eine Lösung zu finden. Trainer Vincent Kompany soll von den Qualitäten des 22-Jährigen besonders überzeugt sein.
Nathaniel Brown gehört zu den heißesten Transferkandidaten des FC Bayern in diesem Sommer. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich die Münchner mit dem Spieler bereits auf einen Wechsel verständigt. Bevor der Transfer jedoch finalisiert werden kann, müssen sich die Bayern noch mit Eintracht Frankfurt auf eine Ablösesumme einigen.
Die Verhandlungen scheinen dabei durchaus aussichtsreich. Während die Hessen offenbar auf ein Gesamtpaket von bis zu 60 Millionen Euro hoffen, soll die Schmerzgrenze der Bayern bei rund 50 Millionen Euro liegen. Die Differenz zwischen beiden Vereinen gilt damit als überschaubar.
Intern genießt Brown beim deutschen Rekordmeister ein hohes Ansehen. Vor allem Vincent Kompany soll sich intensiv für eine Verpflichtung des vielseitigen Defensivspielers eingesetzt haben.
Brown passt ideal zu Kompanys Spielidee
Der Bayern-Coach sieht in Brown offenbar einen Spieler, der perfekt zu seiner taktischen Philosophie passt. Der Linksverteidiger bringt genau die Attribute mit, die in Kompanys Spielsystem gefragt sind.
Durch seine hohe Geschwindigkeit ist Brown bestens dafür geeignet, in einer Mannschaft zu spielen, die mit einer weit vorgeschobenen Abwehrreihe agiert. Gerade bei Ballverlusten kann seine Dynamik dabei helfen, gefährliche Umschaltsituationen des Gegners zu entschärfen.
Doch nicht nur seine Athletik macht den Frankfurter für die Bayern interessant. Wie Sky berichtet, schätzt Kompany vor allem die enorme Flexibilität des deutschen Nationalspielers.
Diese Vielseitigkeit könnte angesichts eines eher schlank gehaltenen Kaders in der kommenden Saison eine entscheidende Rolle spielen.
Besonders interessant: Kompany wollte Brown verpflichten, als dieser noch Cheftrainer beim FC Burnley war.
Vielseitigkeit als großes Plus

Brown ist grundsätzlich auf der linken Seite zu Hause, kann jedoch deutlich mehr als nur die klassische Linksverteidigerrolle ausfüllen. Neben Einsätzen in der Viererkette kann er auch als offensiver Flügelspieler auf der linken Seite agieren.
Darüber hinaus trauen ihm die Verantwortlichen sogar Einsätze auf der rechten Abwehrseite zu. Selbst im Zentrum könnte Brown im Bedarfsfall eine Alternative darstellen.
Genau diese Flexibilität macht ihn für Kompany so interessant. Bereits jetzt verfügt der Bayern-Kader über mehrere Spieler, die auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden können. Konrad Laimer ist sowohl in der Defensive als auch im Mittelfeld flexibel einsetzbar, während Josip Stanisic sämtliche Positionen in der Abwehr bekleiden kann.
Auch Alphonso Davies könnte von einer Verpflichtung Browns profitieren. Beide könnten gemeinsam auf der linken Seite spielen und dem Bayern-Spiel zusätzliche Dynamik verleihen.
Neben seiner Variabilität sprechen laut den Verantwortlichen auch Browns technische Fähigkeiten für einen Wechsel nach München. Der 22-Jährige gilt als spielstark, kann sich unter Gegnerdruck gut behaupten und verfügt über die nötige Ruhe am Ball, um auch in engen Situationen Lösungen zu finden.
All diese Eigenschaften machen ihn aus Sicht der Bayern zu einem äußerst interessanten Gesamtpaket. Entsprechend groß bleibt das Interesse der Münchner, die Verhandlungen mit Eintracht Frankfurt erfolgreich abzuschließen. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte Brown einer der wichtigsten Bausteine für Kompanys Kaderplanung in der kommenden Saison werden.

