Marokkos Trainer zu Saibaris Bayern-Wechsel: “Kompany versteht…”

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Ismael Saibari steht kurz vor seinem Wechsel zum FC Bayern. Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi bezieht nun Stellung dazu.

Der bevorstehende Wechsel von Ismael Saibari zum FC Bayern beschäftigt inzwischen auch die marokkanische Nationalmannschaft. Der 25-Jährige soll in den vergangenen Tagen bereits seinen Medizincheck für die Münchner absolviert haben und steht damit kurz vor dem endgültigen Abschluss seines Transfers.


Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP fehlte Saibari am Dienstag im Training der Marokkaner. Stattdessen soll der Offensivspieler im US-Bundesstaat New Jersey die medizinische Untersuchung für den FC Bayern absolviert haben. Die offizielle Verkündung des Wechsels steht zwar noch aus, die wichtigsten Hürden sind aber offenbar genommen.

Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi sieht in der laufenden Transfer-Thematik keine Gefahr für den Fokus seines Spielers. Vor dem wichtigen WM-Gruppenspiel gegen Schottland machte der 49-Jährige deutlich, dass Saibari professionell mit der Situation umgeht.

„Wir sind sehr stolz, wenn marokkanische Spieler in großen Klubs wie Bayern München spielen können“, erklärte Ouahbi. Gleichzeitig betonte er: „Der Spieler geht sehr gelassen damit um, er konzentriert sich darauf, für Marokko zu spielen.“

Ouahbi lobt Bayerns Umgang mit Saibari

Auch der FC Bayern erhält vom marokkanischen Nationaltrainer ein positives Zeugnis. Ouahbi lobte, dass die Münchner rund um den bevorstehenden Transfer bislang zurückhaltend agiert haben.

Der deutsche Rekordmeister sei in seiner Kommunikation „nicht besonders offensiv“ vorgegangen. „Wir haben natürlich keinen Einfluss auf das Timing, aber bislang ist es noch nicht offiziell“, sagte Ouahbi.

Besonders interessant ist dabei die Verbindung zu Vincent Kompany. Ouahbi kennt den Bayern-Trainer aus Belgien und geht davon aus, dass dieser die aktuelle Situation bei Marokko richtig einschätzt: „Ich denke, er versteht, dass die Priorität aktuell auf Marokko liegt. Aber wir werden sehr stolz sein. Wir wollen, dass die besten marokkanischen Spieler bei den besten Klubs spielen.“

Ismael Saibari
Foto: Getty Images

Für Saibari geht es derzeit also auf zwei Ebenen um wichtige Schritte. Mit Marokko kämpft er bei der Weltmeisterschaft um den Einzug in die K.o.-Runde, parallel steht sein Wechsel nach München unmittelbar bevor.

Sportlich hat der Offensivspieler bereits gezeigt, warum die Bayern ihn unbedingt verpflichten wollen. Beim 1:1 gegen Brasilien erzielte Saibari die zwischenzeitliche Führung und gehörte zu den auffälligsten Spielern auf dem Platz. Auch Schottlands Trainer Steve Clarke warnte vor dem Marokkaner: „Er ist schnell, er ist kräftig“, sagte Clarke und ergänzte: „Und er hat gegen Brasilien gezeigt, dass er weiß, wie man Chancen verwertet.“

Beim FC Bayern soll Saibari künftig die Offensive verstärken und Vincent Kompany zusätzliche Flexibilität geben. Die letzten Formalitäten laufen bereits. Bald wird Ismael Saibari auch offiziell Bayern-Spieler sein.

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