Transferpoker um El Mala: Steigen die Bayern nochmal ein?

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Said El Mala steht beim BVB ganz oben auf der Wunschliste, doch der Poker mit dem 1. FC Köln stockt. Bayern-Fans hoffen nun auf einen FCB-Vorstoß.

Der Transferpoker um Said El Mala entwickelt sich zu einer der spannendsten Personalien des Sommers. Borussia Dortmund arbeitet intensiv an einer Verpflichtung des deutschen Offensivtalents, konnte mit dem 1. FC Köln bislang allerdings keine Einigung erzielen. Auch RB Leipzig beschäftigt sich mit dem 19-Jährigen. Und dann wäre da noch der FC Bayern.


Die Münchner galten über einen längeren Zeitraum ebenfalls als Interessent für El Mala. Das passte zu den ursprünglichen Transferplänen des Rekordmeisters: Sportvorstand Max Eberl bestätigte zuletzt, dass Bayern eigentlich noch Verstärkung für die linke Offensivseite gesucht hatte.

Am Ende entschieden sich die Verantwortlichen allerdings für Ismael Saibari. Der Marokkaner bringt zwar ebenfalls offensive Qualitäten und große Flexibilität mit, ist von seinem Profil her aber eher im Zentrum zu Hause. Ein klassischer Flügelspieler für die linke Seite ist er nicht.

Genau deshalb bleibt El Mala aus Bayern-Sicht grundsätzlich ein interessanter Spieler. Auch unter den Anhängern wird die Personalie derzeit intensiv diskutiert. In den sozialen Medien fordern Bayern-Fans bereits, dass der Rekordmeister die stockenden Verhandlungen zwischen Dortmund und Köln nutzen und noch einmal in den Poker um El Mala einsteigen soll.

El Mala für Bayern grundsätzlich interessant

Ein solcher Vorstoß ist derzeit allerdings eher unwahrscheinlich. Die Verantwortlichen sind nach den bisherigen Veränderungen grundsätzlich zufrieden mit der Zusammenstellung des Kaders. Nach den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Saibari liegt der Fokus zunächst klar auf der Abgangsseite.

Vor allem Joao Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza sollen den Verein noch verlassen. Die drei Profis spielen in den Planungen für die kommende Saison keine entscheidende Rolle mehr und könnten dem FC Bayern gleichzeitig wichtige Transfereinnahmen bescheren.

Sollten die Münchner durch ihre Verkäufe in den kommenden Wochen Einnahmen in einer Größenordnung von rund 50 Millionen Euro generieren, könnte sich die Ausgangslage zumindest noch einmal verändern. Genau in diesem Bereich bewegt sich auch die Ablöseforderung des 1. FC Köln für El Mala.



Besonders interessant wird die Situation, weil Borussia Dortmund den Transfer bislang nicht über die Ziellinie bekommt. Der BVB ist stark an El Mala interessiert, doch Köln hält an seinen hohen finanziellen Vorstellungen fest. Auch RB Leipzig könnte noch in den Poker einsteigen.

Für den FC Bayern besteht dagegen aktuell kein akuter Handlungsdruck. Der Kader steht weitgehend, weshalb ein Millionen-Transfer für El Mala momentan nicht zu erwarten ist.

Komplett uninteressant ist El Mala für die Bayern deshalb dennoch nicht. Der Offensivspieler gilt als eines der größten deutschen Talente und würde mit seinem Alter und seinem Profil grundsätzlich zur langfristigen Kaderstrategie der Münchner passen.

Die Hoffnungen vieler Bayern-Fans auf einen späten Einstieg in den Transferpoker dürften vorerst trotzdem unerfüllt bleiben. Stand jetzt spricht mehr dafür, dass der FC Bayern mit seinem bestehenden Kader in die Saison geht.

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