Michael Olise könnte bei der WM in eine Rolle zurückkehren, die er beim FC Bayern kaum bekommt. Im zweiten Gruppenspiel gegen den Irak deutet bei Frankreich vieles auf einen Einsatz des Bayern-Stars im Zentrum hin.
Beim deutschen Rekordmeister läuft Olise fast ausschließlich über die Außenbahn auf. Bei Frankreich könnte das nun anders aussehen: Wie mehrere französische Medien berichten, soll der Offensivspieler im anstehenden Duell mit dem Irak auf der Zehn beginnen.
Konkret berichtet unter anderem die L’Équipe, dass Olise beim Abschlusstraining der Mannschaft von Trainer Didier Deschamps die zentrale Rolle in der vermuteten Startelf eingenommen habe. Auf dem rechten Flügel, den der Bayern-Star sonst häufig bespielt, soll demnach Ousmane Dembélé auflaufen. Links wird Bradley Barcola erwartet, vorne komplettiert Kylian Mbappé die Offensive von Les Bleus.
Olise blühte schon gegen Senegal im Zentrum auf
Dass Olise im Zentrum besonders stark auftritt, zeigte sich bereits beim Auftaktsieg gegen den Senegal (3:1). Als er vom rechten Flügel in die Mitte beordert wurde, lieferte er gleich zwei Vorlagen und prägte das Spiel der Franzosen.

Die Position kommt seinem eigenen Wunsch entgegen. Erst kürzlich hatte Olise in einem Interview erklärt, dass er am liebsten zentral spiele. „Diese Rolle bietet mehr Freiheit. Dort habe ich als Jugendspieler gespielt. Deshalb fühlt sie sich für mich am natürlichsten an“, sagte er. Für Frankreich hat er die Zehnerposition schon häufiger bekleidet – beim FC Bayern dagegen fast nie. Dort spielt der Edeltechniker meist auf dem rechten Flügel, von wo er immer wieder gefährlich nach innen ziehen kann.
Bewahrheiten sich die Berichte, müsste Désiré Doué aus der Startelf weichen. Als weitere Alternativen für die Aufstellung von Frankreich gelten neben Barcola auch Lucas Digne und Manu Koné.

