Die deutsche Nationalmannschaft spielt gerade bei der WM 2026 und hat es bis in das Sechzehntelfinale geschafft. Allerdings sind die Leistungen bisher eher durchwachsen. Auch um den ein oder anderen Bayern-Spieler gibt es derzeit Diskussionen.
Allen voran natürlich rund um Manuel Neuer, der keine gute Gruppenphase hinter sich hat. Der ein oder andere Experte ist der Meinung, dass die Rückkehr als Nummer eins für Neuer alles andere als ideal war.
Rund um den Keeper fällt auf, dass er nicht nur nicht viele Bälle pariert, sondern darüber hinaus auch noch Probleme bei den Abwürfen und der Präzision mit dem Ball am Fuß hat.
Doch auch Joshua Kimmich steht im Fokus einiger Kritiker. Er habe auf der rechten Seite weniger Einfluss auf das Spiel als im Zentrum. Unter anderem Lothar Matthäus forderte schon eine Rückkehr in das Zentrum.
Matthäus versteht Nagelsmann nicht
Unterstützung erhielt Matthäus bei seiner Forderung von Philipp Lahm, dem Weltmeister von 2014. Auch er ist der Meinung, dass der Bayern-Star im Mittelfeld besser aufgehoben ist und mehr Einfluss nehmen kann.

In seiner BILD-Kolumne zur WM legte Matthäus jetzt noch einmal nach. “Dass jetzt bald Außenstürmer auf uns zukommen, die im Schnitt 3 km/h schneller sind als Kimmich, ist ein weiteres Argument, ihn rechts hinten durch jemand Schnelleren zu ersetzen. Etwa mit Brown auf rechts, Raum dafür links. Ich mag gar nicht daran denken, dass wir ausscheiden, weil wieder irgendeiner Kimmich überlaufen hat”, so der Rekordnationalspieler.
Matthäus versteht in diesem Zusammenhang auch den Bundestrainer nicht vollends. “Julian Nagelsmann sollte da nicht stur sein – wir wollen ja alle, dass Deutschland weit kommt. Wir alle sehen die Defizite und der Bundestrainer müsste sie noch genauer sehen im täglichen Training und mit seinem Analyse-Team”, so Matthäus weiter.
Zuletzt hatte Nagelsmann argumentiert, dass Kimmich vor allem 2024 sehr gut in der Defensive performte. Auch das stieß Matthäus sauer auf.
“Es verwundert mich jedoch, dass der Bundestrainer mit Kimmichs Werten als rechter Verteidiger von der EM 2024 argumentiert. Damals hatten wir aber im Mittelfeld in Kroos, Gündogan und auch Andrich erfahrene Führungsspieler und Kimmich konnte seine Rolle als rechter Verteidiger ganz anders spielen”, erklärte er.

