Sparprogramm bei VW: Bekommt Bayern einen neuen Anteilseigner?

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern könnte einen seiner prominenten Anteilseigner verlieren. Laut einem Bericht von CORRECTIV prüft der Volkswagen-Konzern im Zuge seines milliardenschweren Sparprogramms einen Verkauf der Audi-Beteiligung am deutschen Rekordmeister.

Beim FC Bayern könnte es in den kommenden Monaten zu einer Veränderung in der Gesellschafterstruktur kommen. Wie CORRECTIV unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, steht die Beteiligung von Audi am deutschen Rekordmeister auf dem Prüfstand.


Demnach erwägt der Volkswagen-Konzern, sich im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms von mehreren Sport-Engagements zu trennen. Betroffen wäre neben dem VfB Stuttgart auch der FC Bayern.

Audi hält 8,3 Prozent am FC Bayern

Audi ist seit 2009 Anteilseigner des FC Bayern. Damals erwarb die VW-Tochter für rund 90 Millionen Euro einen Anteil von 8,3 Prozent an der FC Bayern München AG.

Neben Audi halten auch adidas und die Allianz jeweils 8,3 Prozent der Anteile. Gemeinsam bilden sie seit Jahren den Kreis der strategischen Partner des deutschen Rekordmeisters.

Nach Informationen von CORRECTIV ist über einen Verkauf bislang allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Werbewirkung wird überprüft

FC Bayern Dienstfahrzeuge
Foto: FC Bayern

Dem Bericht zufolge möchte Volkswagen zunächst prüfen, welche Auswirkungen ein möglicher Ausstieg auf die Werbewirkung der jeweiligen Engagements hätte.

Audi zählt seit Jahren zu den wichtigsten Sponsoren des FC Bayern und ist unter anderem als Mobilitätspartner eng mit dem Verein verbunden. Unabhängig von einer möglichen Beteiligung könnte diese Partnerschaft grundsätzlich fortgeführt werden.

Hintergrund der Überlegungen ist das milliardenschwere Sparprogramm des Volkswagen-Konzerns. Laut CORRECTIV sollen die Kosten in den kommenden Jahren deutlich reduziert werden. Dazu gehören unter anderem Einsparungen bei Investitionen, ein umfangreicher Stellenabbau sowie die Überprüfung zahlreicher Sponsoring- und Beteiligungsmodelle.

Nicht betroffen sein sollen nach aktuellem Stand die Engagements beim VfL Wolfsburg und beim FC Ingolstadt 04. Diese gelten innerhalb des Konzerns aufgrund ihrer regionalen Bedeutung als besonders wichtig.

Volkswagen selbst wollte sich auf Anfrage von CORRECTIV nicht zu den Berichten äußern.

Für den FC Bayern besteht derzeit kein akuter Handlungsbedarf. Ob Audi seine Beteiligung tatsächlich veräußert, soll im Rahmen der laufenden Prüfungen entschieden werden.

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